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Lederwaren ohne Chrom
Foto: © M. Schuppich - stock.adobe.com

 

Lederwaren oder Gegenstände mit Lederteilen, in welchen zuviel Chrom (VI) enthalten ist, stellen ein Risiko für die menschliche Gesundheit dar. Chrom (VI) gilt als krebserregend. Zudem kann ein Hautkontakt mit chromathaltigen Lederwaren bei sensibilisierten Personen schon bei niedrigeren Konzentrationen zu allergischen Reaktionen führen.

Gemessen an der Häufigkeit des Auftretens von Sensibilisierungen zählt Chrom (VI) zu den wichtigsten Allergenen und ist als hautsensibilisierend klassiert. Im Bereich der Lederverarbeitung werden Chrom (VI)-Verbindungen zwar nicht direkt zum Gerben von Leder eingesetzt. Bei einigen Gerbverfahren werden aber Chrom (III)-Verbindungen verwendet. Je nach Verfahrensbedingungen beim Gerbprozess können aus den Chrom (III)-Verbindungen durch Oxidation in der Folge Chrom (VI)-Verbindungen entstehen.

Unter Berücksichtigung des dargestellten Risikos, das von chromhaltigen Lederwaren ausgeht, und um weitere Sensibilisierungsfälle in der Schweiz zu verhindern, besteht für das Inverkehrbringen chromathaltiger Lederwaren ein entsprechendes Verbot, wenn diese den in der Chemikalien-Risikoreduktionsverordnung festgelegten Höchstwert von 3 mg/kg überschreiten.

Anlässlich einer Ende 2020 durchgeführten Untersuchungskampagne wurden in verschiedenen Verkaufsgeschäften fünf lederhaltige Arbeitshandschuhe, ein Uhrenband und ein Schmucklederband amtlich erhoben und im Amt für Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit hinsichtlich Chrom (VI) untersucht. Erfreulicherweise musste keine Probe beanstandet werden. Die Werte lagen bei sechs der sieben Proben sogar unterhalb der analytischen Bestimmungsgrenze.