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Nickel in Gegenständen mit Hautkontakt

Foto: © YBond - stock.adobe.com

Nickel ist ein häufiger Bestandteil von Modeschmuck, Gürtelschnallen und Piercings, aber auch Auslöser von Kontaktallergien. Beim Kontakt mit nickelhaltigen Gegenständen kann der leicht saure Schweiss der Haut Nickelionen aus einem Metall lösen. Hautrötungen und Juckreiz können dann die Folge sein. Die Nickelallergie ist die häufigste Form der Metallallergie.

Im Rahmen einer Untersuchungskampagne der Kantone Graubünden und Glarus wurden im Laufe des Jahres 2018 in Verkaufsläden und auf Märkten insgesamt 348 Gegenstände, die während längerer Zeit unmittelbar mit der Haut in Berührung kommen (z. B. Ohrringe, Halsketten, Armbänder), auf Nickel getestet. 262 Gegenstände wurden mit einem einfachen Nickel-Schnelltest aus der Apotheke, 86 mittels mobiler Röntgenfluoreszenzanalyse getestet. Verdächtige Proben ergaben sich nur beim Schnelltest, von denen sechs zur genaueren Untersuchung ins Labor gebracht wurden. Das Ergebnis: Vier Proben mussten wegen zu hoher Nickelwerte, eine Probe wegen eines zu hohen Nickel- und Bleiwerts und eine Probe wegen eines zu hohen Cadmiumwerts beanstandet werden. Dies entspricht einer Beanstandungsquote von 2 %. Die betroffenen Gegenstände wurden beschlagnahmt und auf Anordnung vernichtet. Zudem wurden die Betriebe aufgefordert, ihrer Pflicht zur Selbstkontrolle besser nachzukommen.

Um allergischen Reaktionen wie Brennen, Jucken, Blasenbildungen, Schwellungen und Ekzemen vorzubeugen, sollten Gebrauchsgegenstände, die direkt mit der Haut in Berührung kommen, nur bei seriösen Anbietern gekauft werden. Im Zweifelsfalle lieber auf einen Kauf verzichten oder vorher einen Schnelltest durchführen. Schnelltests sind in Apotheken erhältlich.