Grenzüberschreitende Zusammenarbeit

Heute spielen sich Leben und Arbeiten in funktionalen Räumen ab, die sich nicht länger an administrative Grenzen halten. Der intensive Austausch über die Grenzen der Gemeinde, des Kantons – und immer mehr auch des Landes – hinweg ist Alltag. Die Entwicklung Europas in den letzten Jahrzehnten hat viele Grenzhemmnisse abgebaut. Viele Menschen wohnen auf der einen, konsumieren oder arbeiten aber auf der anderen Seite. Auch Unternehmen finden ihre Kunden, Geschäftspartner und Fachkräfte ungeachtet der traditionellen Grenzen. In dieser globalisierten Welt ist Denken und Handeln in funktionalen Räumen unabdingbar. Das Zusammenarbeiten mit dem Nachbarn öffnet neue Horizonte, erlaubt gegenseitiges Lernen und ermöglicht Projekte zu beider Seiten Vorteil.
Die Zusammenarbeit mit den Nachbarn ist für die Schweiz von zentraler Bedeutung und stellt eine aussenpolitische Priorität dar. Waren-, Arbeits- und Forschungsmärkte, aber auch Verkehrsnetze und Kulturangebote sind heute grenzüberschreitend ausgerichtet. Dieser Situation entsprechend agieren Bund und Kantone in zahlreichen Bereichen ebenfalls über die Grenzen hinaus: Sie unterstützen beispielsweise grenzüberschreitende Infrastrukturprojekte und internationale Forschungsprojekte oder regeln Schutz und Nutzung gemeinsamer Gewässer wie des Bodensees oder des Rheins in Zusammenarbeit mit den Nachbarn. Auf politischer und technischer Ebene wird ein regelmässiger und intensiver Austausch mit den Nachbarländern gepflegt. Bund und Kantone beteiligen sich zudem aktiv an den EU-Programmen zur Grenzüberschreitenden Zusammenarbeit (z.B. Interreg).

Siehe auch separate Rubrik Aussenbeziehungen der Standeskanzlei Graubünden.