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Arbeitslosigkeit März - 2020

Im März 2020 verzeichnete der Kanton Graubünden 2‘175 Arbeitslose, was einer Arbeitslosenquote von 2.0 % entspricht. Gegenüber dem Vormonat mit 1‘300 Arbeitslosen ist die Arbeitslosenzahl stark gestiegen. Zusätzlich wurden 1‘601 nichtarbeitslose Stellensuchende registriert. Zu den nichtarbeitslosen Stellensuchenden gehören Personen, welche an Weiterbildungs- und Beschäftigungsmassnahmen teilnehmen oder Zwischenverdienstarbeit leisten sowie jene, welche lediglich die Vermittlungsdienstleistungen der regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) in Anspruch nehmen. Zählt man die Zahl der Arbeitslosen und der nichtarbeitslosen Stellensuchenden zusammen, ergibt sich die Zahl der Stellensuchenden. Im März 2020 wurden 3'776 Stellensuchende registriert. Gegenüber dem Vormonat mit 2'569 Stellensuchenden ist diese Zahl ebenfalls stark gestiegen.

Der starke Anstieg der Arbeitslosigkeit ist einerseits auf die coronavirus-bedingte vorzeitige Beendigung der Wintersaison zurückzuführen. Andererseits sind vermehrt ausländische Saisonarbeitskräfte, welche normalerweise in ihre Heimatländer zurückreisen, hier geblieben. Dies, weil sie befürchten, für die kommende Sommersaison nicht mehr in die Schweiz einreisen zu dürfen. Die Verunsicherung hinsichtlich der wirtschaftlichen Zukunft hat des weiteren dazu geführt, dass verschiedene Arbeitgeber Arbeitsverträge gekündigt haben.

Von den 2‘175 Arbeitslosen waren 893 Frauen und 1'282 Männer. Die höchsten Arbeitslosenzahlen verzeichneten das Gastgewerbe (807), das Baugewerbe (409), der Verkehr und Transport (144) sowie der Detailhandel (116). Im März 2020 wurden 55 Langzeitarbeitslose gezählt. Gegenüber dem Vormonat mit 56 Langzeitarbeitslosen ist diese Zahl beinahe unverändert geblieben.

Gesamtschweizerisch ist die Zahl der Arbeitslosen von 117‘822 auf 135'624 gestiegen. Die schweizerische Arbeitslosenquote beträgt 2.9%. Zusätzlich wurden gesamtschweizerisch 78‘273 nichtarbeitslose Stellensuchende registriert.

Kurzarbeit in Graubünden

Im März 2020 hatten ca. 5'000 Betriebe mit ca 45'000 Arbeitnehmenden Kurzarbeit eingeführt. Im Vormonat waren es noch fünf Betriebe mit 222 betroffenen Arbeitnehmenden. Der ernorme Anstieg ist auf die einschneidenden Massnahmen des Bundesrates zur Bekämpfung des Coronavirus zurückzuführen. In Graubünden führte die Schliessung der Bergbahnen und Restaurationsbetriebe am 16. März 2020 zu einem abrupten Ende der Wintersaison und in der Folge zu einem sehr starken Anstieg der Kurzarbeitsgesuche. Mittlerweile treffen auch Gesuche von indirekt betroffenen Betrieben ein. Dazu gehören Unternehmen, welche weiter arbeiten dürften aber aufgrund der behördlich verfügten Einschränkungen ebenfalls einen schlechten Geschäftsgang beklagen.