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Ausgrabungen am geschichtsträchtigen Hofhügel in Chur



Im Mai 2012 begannen die Bauarbeiten für die beiden neuen Untergeschosse des Bischöflichen Schlosses an der Hofstrasse. Vor dem Aushub der bis zu acht Meter tiefen Baugrube an der Ostseite des Hofes erfolgte der Abbruch des zweigeschossigen, im 19. Jahrhundert errichteten Gebäudes sowie der Garagen und Gartenmauern. Der Archäologische Dienst Graubünden wird die Arbeiten von Anfang an überwachen und die im Boden erhaltenen Baureste und archäologischen Schichten dokumentieren. Nach dem Aushub werden die bis ans Ende der letzten Eiszeit zurück reichenden Ablagerungen und Kulturzeugnisse endgültig verschwunden sein. Aufgrund früherer Untersuchungen innerhalb des Hofes und im nördlich vorgelagerten Gelände können im Bauareal Zeugnisse der Siedlungstätigkeit von der Stein- bis in die Neuzeit erhalten sein. Historische Darstellungen, welche die Topografie und die Bauten an der östlichen Aussenseite des bischöflichen Hofes zeigen, gehen bis ins 17. Jahrhundert zurück.

Erste Erkenntnisse zu den zu erwartenden Schichten und Befunden konnten in Baugruben und Leitungsgräben in der Hof- und Arosastrasse gewonnen werden. Unter Anschüttungen und Strassenniveaus der Neuzeit sind Mauern dokumentiert, die sich ins Bauareal fortsetzen.