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Müstair, Ausgrabung und Bauuntersuchung im Kloster St. Johann

 
Das Kloster St. Johann in Müstair gehört zum UNESCO-Welterbe. Das verpflichtet zum Erhalten, Pflegen und Erforschen. Seit 1969 steht das Kloster unter archäologischer Beobachtung, die Leitung der Ausgrabungen und Bauuntersuchungen liegt heute in den Händen von Jürg Goll. Weil kaum Schriftquellen erhalten geblieben sind, kommt den Sachquellen eine umso grössere Bedeutung zu. Hand in Hand mit den Restaurierungsarbeiten wird im Dienste der Forschung und der denkmalgerechten Restaurierung untersucht und dokumentiert. Das macht Müstair zum bestbekannten karolingischen Kloster; ein real gebautes Beispiel neben dem Idealplan von St. Gallen. Aus dem 8. Jahrhundert sind Kirche und Heiligkreuzkapelle erhalten geblieben. Beide sind mit bedeutenden mittelalterlichen Wandmalereien ausgestattet. Weitere Zeugen der kulturellen Blüte sind die reiche Sammlung von karolingischen Marmorschranken und die grosse Zahl von farbigen Gläsern von Bildfenstern.

Aber auch Romanik, Gotik und Barock haben hier Spuren hinterlassen. So ist das Kloster St. Johann in Müstair heute ein Konglomerat verschiedenster Baustile unterschiedlicher Epochen. Der Grundriss der weitläufigen, regelmässigen Klosteranlage ist durch Grabungen bekannt geworden. Treppen weisen auf Mehrgeschossigkeit hin. Ein Teil der durchdachten Anlage diente dem Bischof von Chur als Zweitresidenz.

Kontakt: Jürg Goll