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Archäologische Spurensuche an der Nord-Süd-Achse

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Wegverbindungen durch das Schams und das Rheinwald nach Süden existieren nicht erst, seit es die Italienische Strasse gibt. Die Pässe San Bernardino und Splügen sind schon bald nach der letzten Eiszeit begangen worden. Älteste Funde, Lagerplätze von Jägern und Sammlerinnen aus dem 8. und 7. Jahrtausend, liegen unterhalb des Splügenpasses im italienischen Valle San Giacomo. Im Norden sind Gräber aus der Frühbronzezeit als früheste Zeugnisse der Besiedlung des Schams bekannt. Einzelfunde verweisen auf Besiedlung und Verkehr in allen Phasen der Bronzezeit. In der Eisenzeit zeigt sich der durch die Kontrolle des transalpinen Handels erworbene Reichtum in den Ausstattungen der Gräber am südlichen Alpenfuss. In den Tälern auf der Nordseite sucht man Entsprechendes bisher vergeblich. Transportiert wurden nicht nur Menschen und Waren, sondern immer auch fremde Ideen und religiöse Vorstellungen, wie archäologische Quellen für die römische Epoche und das Frühmittelalter bezeugen.

Wann: Samstag, 8.9., 10.45–16.30 Uhr, Sonntag, 9.9., 10–13 Uhr

Wo: Schulhaus Andeer, Aula

Info: Ausstellung mit originalen archäologischen Fundstücken des Archäologischen Dienstes Graubünden und Bücherstand