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Vom Magazin ins WWW – neue digitale Angebote des Staatsarchivs und der Kantonsbibliothek Graubünden

Mittwoch, 21.08.2019, 18:00 Uhr

Das Staatsarchiv und die Kantonsbibliothek Graubünden freuen sich, der Öffentlichkeit neue digitale Angebote präsentieren zu können. Im Kanton Graubünden rückt der "virtuelle Lesesaal" damit einen Schritt näher. Hervorzuheben ist die rund 2'700 Dokumente umfassende Sammlung von gedruckten Landesschriften aus den Jahren 1538 bis 1884, die neu digital zur Verfügung steht.

Die Originale der gedruckten Landesschriften befinden sich zum grösseren Teil im Staatsarchiv, zum kleineren in der Kantonsbibliothek. Gemeinsam haben Staatsarchiv und Kantonsbibliothek die Sammlung digitalisiert und stellen sie nun online der Bündner Geschichtsschreibung und der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung. Nach der Digitalisierung wurden die Druckschriften mit aussagekräftigen Beschreibungen versehen. Die in den Druckschriften behandelten Themen sind vielfältig und betreffen die meisten Bereiche des Lebens der vergangenen Jahrhunderte: Vom Solddienst über Pestzüge und Hungersnot hin zu Handel mit Zöllen, Brücken- und Weggeldern, von Bündnissen mit fremden Mächten über zahllose Konflikte zwischen den Gerichtsgemeinden und zwischen grossen Herren, die im Stil der Zeit "mit betrübtem Herzen und beschwertem Gemüt" ihre Standpunkte vertraten, bis hin zu Aufenthaltsregelungen für "unverheiratete Weibspersonen" und Regeln für den Beruf der Hebamme.

Neben den Druckschriften werden weitere digital und online verfügbare Bestände vor allem fotografischer Natur vorgestellt, die in den letzten zwei Jahren im Staatsarchiv retrodigitalisiert wurden. Zahlreiche dieser Bestände bestehen im Original aus Glasplattennegativen, die aus konservatorischen Gründen möglichst nicht benutzt werden sollten und die als Negative auch nicht ohne Weiteres verständlich sind.

Die Informationen des Staatsarchivs über seine Bestände sind seit Längerem vollständig online zu finden. Seit letztem Jahr erleichtert ein neuer Online-Zugang zum Archivinformationssystem die Suche. Auch die damit verbundenen neuen Recherchemöglichkeiten werden vorgestellt.

In der Kantonsbibliothek Graubünden sind seit 2014 sämtliche Bestände online verzeichnet und können von zu Hause aus recherchiert werden. Zudem bietet die Kantonsbibliothek Graubünden Zugang zu einer umfangreichen Sammlung an E-Ressourcen an. Um Originale und wertvolle Publikationen zu schützen, werden Bündnerische Zeitschriften und Publikationen in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Nationalbibliothek und der ETH Zürich digitalisiert. Im Rahmen der Präsentation wird ein Überblick über die digitalen Angebote gegeben und gezeigt, wie sie für Recherchen genutzt werden können. Im Speziellen werden neben den beiden schweizerischen Portalen E-Periodica (www.e-periodica.ch) und E-Rara (www.e-rara.ch) Beispiele aus dem seit 2016 aufgeschalteten AV-Medienportal aufgezeigt. Es enthält Nachweise und Beiträge von audiovisuellen Medien von Amateur-Filmen- bis hin zu professionellen Audio-Aufnahmen aus und über Graubünden. Mit diesem Portal ist es möglich, die kulturelle Vielfalt im Kanton aufzugzeigen und in den Bereichen der Grundlagen- und Quellensicherung Bestände sichtbar und breit zugänglich zu machen.

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Programm

• Grusswort von Barbara Gabrielli, Leiterin des Amtes für Kultur
• Vorstellung des digitalen Bestandes "gedruckte Landesschriften" (1538-1884) durch Staatsarchivar Reto Weiss
• Präsentation der neuen Recherchemöglichkeiten im Staatsarchiv Graubünden durch Sandro Decurtins, stv. Staatsarchivar
• Vorstellung von digitalisierten Fotobeständen des Staatsarchivs und Ausblick auf aktuelle Digitalisierungsprojekte (Sandro Decurtins)
• Einblick in das digitale Angebot der Kantonsbibliothek mit Schwerpunkt auf die Plattformen e-rara, e-periodica und AV-Medienportal GR durch Kantonsbibliothekarin Petronella Däscher

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Eintritt frei. Ohne Anmeldung.
mit anschliessendem Apéro

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Beispiel einer digitalisierten Landesschrift: Bekanntmachung des Sanitätsraths, betreffend die Kartoffelkrankheit
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