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Hochwasser und andere Naturereignisse

Ausstellung

Im Herbst 1868, also vor genau 150 Jahren, wurden Teile der Schweiz – darunter auch Graubünden – von schweren Hochwassern getroffen. Zwei Starkniederschlagsphasen am 27./28. September und vom 1. bis 5. Oktober liessen zahlreiche Flüsse und Seen über die Ufer treten. Die Bewältigung der enormen Schäden, die Verwaltung der umfangreichen Spenden und die Frage der Vorkehrungen für künftige Ereignisse waren für den jungen Bundesstaat eine grosse Herausforderung und stellten Weichen für den Umgang mit Naturkatastrophen. Heute erlauben neue Methoden die detaillierte Rekonstruktion der Niederschlagsereignisse und der Überschwemmungen, während aus historischer Sicht die Bewältigung bewertet werden kann. Fazit ist, dass das Ereignis bis heute nachwirkt: Siedlungsflächen, Flussverbauungen, Bergwald - die Schweiz sähe ohne 1868 heute anders aus. Gleichzeitig können wir aus dem 1868er Ereignis auch für die Zukunft lernen. Die Intensität starker Niederschlagsereignisse wird sich mit dem Klimawandel verstärken. Und es werden wohl auch in Zukunft einzelne Ereignisse sein, die zu neuen Ansätzen im Hochwasserschutz führen und so die Schweiz von übermorgen mitgestalten werden.

In einer kleinen Ausstellung zeigen wir Ihnen Bücher, Broschüren, Zeitungsartikel und Bildmaterialien von unterschiedlichen Naturereignissen, die die Schweiz und den Kanton Graubünden in den letzten Jahrhunderten getroffen haben. Weitere Ausstellungsexemplare zeigen, wie vielfältig auch die Analyse und Deutung solcher Ereignisse ist.