Literatur am Mittag, Malancuneia

Mittwoch, 02. Mai 2018, 12:15 – 13:00 Uhr

Lassen Sie sich in der Mittagspause verführen: Martina Kuoni präsentiert ein Buch, eine Persönlichkeit oder eine Begebenheit aus der Bündner Literaturwelt - ein kurzweiliges und schmackhaftes Literaturhäppchen am Mittag. Klassiker und vergessene Autoren, Buchtrouvaillen und besondere Schauplätze, aufmüpfige Schriftstellerinnen und empfindsame Wortkünstler – das literarische Graubünden ist reich und schillernd. Es gibt viel zu entdecken.

Der zweite Teil der Reihe widmet sich dem Thema «Malancuneia – Texte zum Bündner Heimweh». Malancuneia ist rätoromanisch und bedeutet Heimweh. Das klangvolle Wort benennt ein Leiden, das in Graubünden, ja in der Schweiz, als Volkskrankheit galt. «Bildergalerie der Heimwehkranken. Ein Lesebuch für Leidende»: unter diesen Titel stellte um 1800 Ulysses von Salis-Marschlins seine Lebensbetrachtungen. Wirtschaftliche Not, aber auch Fernweh und Abenteuerlust setzten Menschen schon immer in Bewegung. Die Sehnsucht nach der Heimat mündete immer wieder in literarische Zeugnisse von grosser Strahlkraft. Texte von Simon Lemnius bis zu Luisa Famos bezeugen dies.

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Eintritt frei

keine Anmeldung nötig

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Letzter «Literatur am Mittag» Termin:
Mittwoch, 20. Juni 2018: Erica Pedretti – Autorin und Künstlerin