Ausstellung «SJW – Lesevergnügen seit 1932»

Sie sind ein Dauerbrenner der Schweizer Kinder- und Jugendliteratur: die Hefte des Schweizerischen Jugendschriftwerks oder kurz SJW-Hefte. 1932 als Gegenpol zur grassierenden Schundliteratur lanciert, vermitteln die Hefte seit vielen Jahrzehnten Schweizer Kultur. Die über 2500 Titel, in gleichbleibendem Format gedruckt und seit einigen Jahren als E-Books verfügbar, erscheinen in den vier Landessprachen und teilweise auch in Englisch.

Das SJW macht Kinder und Jugendliche mit einheimischer Literatur und wichtigen Texten der Weltliteratur vertraut. Es bietet mit spannenden, aufrüttelnden und anregenden Geschichten und interessanten Sachheften für alle Schulstufen unvergessliche Lektüreerlebnisse. Für die Schweizer Autoren und Autorinnen bietet das SJW eine Plattform, die ihr Schaffen auch in die anderen Landesteile trägt.

1941, nur wenige Jahre nachdem Rätoromanisch zur vierten Landessprache erklärt wurde, erschienen die ersten Hefte auch in romanischer Sprache. „Fats da l’istorgia 1291-1941“, eine patriotische Aufklärungsschrift für die romanische Jugend, in Vallader und Sursilvan, sowie „Parevlas engiadinaisas“, eine Auswahl von Märchen aus der Sammlung von Gian Bundi in Puter.

Die Kantonsbibliothek Graubünden sammelt gemäss ihrem Auftrag „Literatur von Bündner Autorinnen und Autoren, sowie Literatur mit Bezug zu Graubünden“ und präsentiert eine kleine Ausstellung mit romanischen, italienischen und deutschen SJW-Heften aus diesem Raetica-Bestand. Gezeigt werden die thematische Entwicklung der Hefte, die Palette der Autorinnen und Autoren, die vielfältige Präsenz der Idiome, aber auch die Gestaltung durch renommierte Illustratoren.

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Eintritt frei. Ohne Anmeldung.