refurmaziun & translaziun – Eine Ausstellung zur Geschichte der rätoromanischen Bibel

Montag, 6. November 2017, um 18.00 Uhr in der Kantonsbibliothek Graubünden

Im Rahmen des Reformationsjubiläums gibt diese Ausstellung einen spannenden Einblick in die geschichtliche Entwicklung der Übersetzung der Bibel ins Rätoromanische in der Zeit von 1560 bis 2016. Die Ausstellung ist ein gemeinsames Projekt der Evangelischen Kirchgemeinde Chur / Projekt Regulakirche, der Kantonsbibliothek Graubünden, Dicziunari Rumantsch Grischun DRG und Radiotelevisiun Svizra Rumantscha und kann bis 28. Februar 2018 besichtigt werden.

Ähnlich wie in Deutschland und der deutschsprachigen Schweiz hat die Reformation auch in den Drei Bünden die Übersetzung der Bibel in die Sprache des Volkes angeregt. Hier wurde die Bibel nach und nach in verschiedene Idiome des damals verbreiteten Rätoromanischen übersetzt. Die Gegebenheiten im rätoromanischen Sprachgebiet waren allerdings andere, als Luther oder Zwingli sie antrafen. Das Bild, das sich uns heute aus der Distanz der Jahrhunderte zeigt, ist ein eindrucksvolles Stück Bündner Sprach-, Kultur- und Kirchengeschichte. Besonders das Engadin stand in einem regen kulturellen Austausch mit den Gebieten der Wittenberger Reformation. Und so entstanden im Engadin die ersten romanischen Bibelübersetzungen. Passend dazu hält Prof. Dr. Ricarda Liver zur Ausstellungseröffnung einen Vortrag zum Thema „Das kulturelle Klima im Engadin des 16. Jahrhunderts und das Entstehen der rätoromanischen Schriftsprache“.

In der Ausstellung werden ausgewählte alte Bibeldrucke aus verschiedenen Bibliotheken gezeigt. Ein informativer Text führt als Audioguide durch die einzelnen Vitrinen der Ausstellung. Der Audioguide kann auf ausgeliehenen Tablets oder über eine App auf dem eigenen Handy angehört werden.

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Vernissage: Montag, 6. November 2017, 18.00 Uhr.

Ausstellung: 6. November 2017 bis 28. Februar 2018

Eintritt frei. Ohne Anmeldung.

Flyer

Beitrag von RTR in der Sendung Telesguard am 07.11.2017