Newsletter der Kantonsbibliothek 1-2018

Liebe Leserinnen und Leser

Wir wünschen Ihnen alles Gute im neuen Jahr und machen Sie gerne auf unsere nächsten Veranstaltungen aufmerksam. Wir freuen uns, Sie bei uns begrüssen zu dürfen!

Presentazione dell’antologia “Tracce d’inchiostro”

Montag, 15. Januar 2018, 18:00 Uhr

Luigi Corfù e il curatore Giorgio Tognola presentano l’antologia “Tracce d’inchiostro”.

Pubblicata dall’Archivio a Marca di Mesocco, dal Museo Moesano di San Vittore e dall’Archivio regionale Calanca di Cauco, l’antologia raccoglie scritti di donne e uomini che percorsero la Mesolcina e la Calanca tra il X e il XXI secolo.

Si tratta di 90 brani redatti da donne e uomini, semplici viandanti, poeti, naturalisti, religiosi, militari, alpinisti, maestri, esuli, che nel corso dei secoli hanno visitato o vissuto nelle due valli del Grigioni italiano, raccolti per ricordare i 200 anni della realizzazione della strada carrozzabile e i 50 anni dell’apertura della galleria autostradale del San Bernardino.

Entrata libera, Veranstaltung in Italienisch

 

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Die Toten von Falein. Mord und Totschlag vor 1200 Jahren
Abendspaziergang mit Lesung – organisiert vom Rätischen Museum Chur

Dienstag, 16. Januar 2018, 20:00-22:00 Uhr
Start des Spaziergangs: Kantonsbibliothek Graubünden / Ende: Rätisches Museum Chur

Im Herbst 2014 wurden in Falein zwischen Filisur und Bergün überraschend zwei menschliche Schädel und weitere Knochen gefunden. Die Datierung der Skelette ergab ein Alter von 1200 Jahren, sie stammen also aus dem Frühmittelalter um 800 n. Chr. Genauere Untersuchungen zeigten in Folge starke Hinweise auf ein Gewaltverbrechen, dessen Hintergründe aber im Dunklen bleiben. Aus diesem Grund lancierte der Parc Ela gemeinsam mit dem Archäologischen Dienst Graubünden den Krimiwettbewerb „Die Toten von Falein“. Gesucht wurden die besten Erzählungen zum rätselhaften Skelettfund. Das Interesse am Krimiwettbewerb übertraf alle Erwartungen: 177 Geschichten aus sieben verschiedenen Ländern wurden eingereicht und von einer sechsköpfigen Jury gelesen und bewertet. Bewertungskriterien waren der Inhalt, die Originalität und der sprachliche Ausdruck. 25 Geschichten erreichten das Finale, die acht besten Geschichten wurden schliesslich prämiert. Der Hauptgewinner Andreas Ulich liest auf einem abendlichen Spaziergang durch die Churer Altstadt die besten Krimis zum historischen Mordfall. Am Ende gibt’s die Gewinnergeschichte in der aktuellen Sonderausstellung "il fund. 50 Jahre Archäologischer Dienst Graubünden" mit den Originalfunden. Gemütlicher Ausklang mit Produkten aus dem Parc Ela.

Teilnahme frei, keine Anmeldung

 

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ÊCH LÄBÄ NOCH - Gedichte von Anna Maria Bacher in
Kompositionen von Martin Derungs, Thüring Bräm und Ulrich Gasser

Dienstag, 30. Januar 2018, 18:00 Uhr

Georg Jäger, Historiker und langjähriger Präsident der Walservereinigung Graubünden, Barbara Schlatter-Wiederkehr, Kulturmanagerin, und Thomas Gadmer, Germanist und Sekretär der Walservereinigung Graubünden, stellen die kürzlich erschienene CD mit Kompositionen zu Texten von Anna Maria Bacher vor.

Anna Maria Bacher lebt im Gebiet Pomatt, dem italienischen Val Formazza und schreibt in «Pumattertitsch», einem Walser Dialekt mit herbem schweizerdeutschem Charme, welcher nur noch von wenigen Menschen gesprochen wird. Das «Titsch», so sagt man der Sprache im Tal nördlich von Domodossola, hat sich im Laufe der Jahrhunderte kaum verändert. Auch deshalb versteht sich Anna Maria Bacher als überzeugte Botschafterin der Walser Kultur. Anna Maria Bachers Gedichte sind melancholisch aber unsentimental, spröd und klar und erzählen vom Alltag im engen Tal. Auch für dialektsprechende Deutschschweizer sind sie nur schwer verständlich – und verzaubern wohl genau deshalb umso mehr. Einen musikalischen Blick auf Anna Maria Bachers Texte bieten Martin Derungs, Thüring Bräm und Ulrich Gasser:

Martin Derungs komponierte sieben Gedichte für Sopran, Bratsche und Klavier. Seine Musik lässt dem Text den Vorrang, soll ihn deklamatorisch verstärken, aber auch durchaus ein Eigenleben“ führen.

Von Thüring Bräm stammt eine kleine Komposition für Flöte, Klaviertrio und Singstimme. Die Wahl der kurzen Gedichte folgte in Anlehnung an Jahreszeiten-Kompositionen, insbesondere jene von Haydn, die symbolisch für einen den Jahreszeiten unterworfenen Lebenszyklus stehen. Die Musik versucht, Anna Maria Bachers Worten teils vertiefend, teils distanzierend gerecht zu werden.

Ulrich Gasser wählte neun Gedichte von Anna Maria Bacher aus und stellte diese musikalisch zu einer Art „Lebens“-Zyklus zusammen, in dem in gewisser Weise die Natur des Menschen „Ich bin hier – ich lebe noch“ reflektiert wird. Fünf Themenkreise sind darin auszumachen: Augen/Sehen, Natur, Zeit, Vorbei/vorüber/weiter/Gehen, Tod.

Teilnahme frei, keine Anmeldung

 

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Verleihung des Bündner Literaturpreises 2018

Mittwoch, 14. Februar 2018, 18:00 Uhr

Die Stiftung Bündner Literaturpreis, errichtet von der Churer Soroptimistin Milly Enderlin, verleiht jährlich ihre mit CHF 10'000.00 dotierte Auszeichnung für besondere Verdienste um die Literatur Graubündens. Beiträge können in italienischer, romanischer oder deutscher Sprache verfasst sein.

Wir sind gespannt, wer den diesjährigen Bündner Literaturpreis erhält!

Eintritt frei, keine Anmeldung