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Lärm

Unerwünschter Schall wird als Lärm bezeichnet. Lärm setzt sich aus einer objektiven und einer subjektiven Komponente zusammen. Die objektive Komponente, die Schallintensität, ist messbar und wird in der Messgrösse Dezibel angegeben. Die subjektive Komponente hängt mit der selektiven Wahrnehmung des Gehörs zusammen. Je nach Einstellung und momentaner Beschäftigung des Hörenden wird das gleiche Geräusch (z.B. Motorradlärm, Rockmusik) als störend, als indifferent oder als positiv wahrgenommen. Verschiedene Lärmarten (z.B. Strassenverkehrs-, Eisenbahn-, Fluglärm) wirken bei gleichem Schallpegel unterschiedlich störend. Durch soziopsychologische Untersuchungen ist die typische (d.h. für die Mehrheit der Bevölkerung geltende) Störwirkung der gängigsten Lärmarten ermittelt worden. Diesen unterschiedlichen Störwirkungen der verschiedenen Lärmarten wird in der Umweltschutzgesetzgebung durch Korrekturfaktoren bei der Ermittlung des massgeblichen Lärmpegels (Beurteilungspegel) Rechnung getragen.