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Oberflächengewässer

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Das Fliessgewässernetz im Kanton Graubünden ist ca. 12'400 km lang. Dazu kommt eine Vielzahl von kleinen und grossen Bergseen. Von den Fliessgewässern liegen Daten zum ökologischen Zustand (Ökomorphologie) von etwas über 2'100 km vor. Aus diesen geht hervor, dass ca. 1'600 km einen guten und ca. 500 km einen schlechten Zustand aufweisen. Des Weiteren wird die freie Fischwanderung durch 155 kraftwerksbedingte und ca. 1'100 nicht kraftwerksbedingte Hindernisse beeinträchtigt. Die strategische Revitalisierungsplanung des Kantons baut auf diesen Grundlagen auf.

Wasser ist der wichtigste Rohstoff im Kanton Graubünden. Bereits 1890 wurde in Morteratsch das erste Wasserkraftwerk im Kanton in Betrieb genommen. Seither sind über 100 Kraftwerksanlagen dazugekommen. Über 220 Wasserfassungen beeinflussen den natürlichen Abfluss der Fliessgewässer. Ein Teil der Kraftwerkszentralen verursachen dermassen grosse und kurzfristige Schwankungen bei den Abflüssen (Schwall und Sunk), welche insbesondere für Fische und andere Wasserorganismen problematisch sind, dass diese saniert werden müssen.

Die Gewässer brauchen genügend Platz, damit diese ihre ökologischen Funktionen, den Hochwasserschutz und die Gewässernutzungen langfristig garantieren können. Der sogenannte Gewässerraum soll diese Funktionen sicherstellen. Der Kanton hat die Gemeinden aufgefordert, den Gewässerraum in den Nutzungsplanungen zu berücksichtigen und bis spätestens Ende 2018 auszuscheiden.