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Grünabfall

Unter Grünabfällen (Grüngut) versteht man im Wesentlichen Küchen- und Gartenabfälle pflanzlicher (und tierischer) Herkunft. Die gesetzlich verankerte Förderung der separaten Sammlung, Aufbereitung und Verwertung von Grüngut ist ein wesentliches Element der nachhaltigen Abfallwirtschaft. 

Kompostierung und Vergärung

Grünabfälle kann man durch Kompostierung (Abbau unter Luftzutritt) aufbereiten und anschliessend als Dünger und Bodenverbesserer verwerten.

Die dezentrale Kompostierung im eigenen Garten ist die beste Verwertungsart. Materialqualität, Prozessführung, Schadstoffe, Unkrautsamen und invasive Arten sind so am besten überschaubar. Allerdings ist ein gutes Produkt mit Arbeitsaufwand verbunden. Wenn Sie Ihr Grüngut nicht selbst kompostieren können, Informieren Sie sich bei Ihrer Gemeinde nach den Möglichkeiten zur Verwertung.

Je nach Ergiebigkeit des Materials kann eine Vergärung (Abbau unter Luftabschluss) der Kompostierung vorgeschaltet werden. So kann Methan (Biogas) als Energieträger direkt aus dem feuchten Grünabfall gewonnen werden. Die Aufbereitung zu Erdgasqualität ist recht aufwändig.

Nasse Grünabfälle eignen sich eher für eine Vergärung, trockene für eine Kompostierung.

Verbrennung

Stark holzige Grünabfälle eignen sich für eine Biomassenverbrennung. Das Verbrennen von Wald-, Feld- und Gartenabfällen im Freien ist nur in ganz seltenen Fällen zulässig. Einzelheiten dazu sind im Merkblatt LM005 zu finden.

Neophyten

Resistente Neophyten gehören in die Kehrichtverbrennung, weniger resistente können vorab hygienisiert werden oder müssen der Vergärung oder Kompostierung mit erhöhter Temperatur zugeführt werden.