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Stofflicher Bodenschutz

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Die Anreicherung von natürlichen oder künstlichen Stoffen im Boden führt zu chemischen Bodenbelastungen. In hoher Konzentration beeinträchtigen Schadstoffe die Bodenfruchtbarkeit oder führen zu einer Gefährdung von Mensch und Tier. Sie können über die Aufnahme durch Pflanzen oder Tiere in die Nahrungskette gelangen. Bei ungünstigen Filtereigenschaften des Bodens besteht andererseits die Gefahr, dass die Schadstoffe ins Grundwasser verlagert werden.

Schadstoffe im Boden

Viele unerwünschte Stoffe gelangen durch menschliche Aktivitäten direkt oder indirekt in den Boden, andere Schadstoffe stammen aus dem Ausgangsgestein. Schwer und nicht abbaubare Stoffe werden im Boden zurückgehalten und reichern sich an. Dazu gehören die Schwermetalle und verschiedene organische Verbindungen.

Schadstoffquellen

Die anthropogenen Schadstoffquellen sind vielfältig. Bei der Herstellung, der Verwendung oder der Entsorgung von Konsum- und Industriegütern können Schadstoffe in die Umwelt, insbesonders auch in den Boden gelangen. Im Weitern sind Verkehr, Feuerungen, Gebäude und Infrastrukturanlagen für den Schadstoffeintrag verantwortlich. Schliesslich kann auch die Verwendung von landwirtschaftlichen Hilfsstoffen zu Schadstoffanreicherungen führen.

Verschleppung von Schadstoffen vermeiden

Der stoffliche Bodenschutz nach Verordnung über Belastungen des Bodens (VBBo) zielt auf die Vermeidung zusätzlicher Schadstoffeinträge in den Boden ab. Es muss darauf geachtet werden, dass chemisch belasteter Boden nicht auf unbelastete Flächen aufgebracht wird. Die Wegleitung Bodenaushub des Bundes gibt Auskunft, wie chemisch belasteter Boden verwertet werden kann.

Parallel dazu befasst sich die Altlasten-Verordnung (AltlV) mit den belasteten Standorten, deren Belastung von Abfällen stammt.

Schadstoffuntersuchungen

Das Amt für Natur und Umwelt überwacht den Zustand und die Entwicklung der chemische Bodenbelastung seit 1989. Es liegen verschiedene Berichte zum Thema vor. Sie können beim ANU bezogen werden.

  • Fallstudie Siedlungsgebiete in Graubünden (1997)
  • Fallstudie Siedlungsgebiete in Graubünden, 2. Teil: Organische Schadstoffe (1998)
  • Schwermetallbelastung in den Rebbergböden Graubündens (1989)
  • Langfristiges Bodenbeobachtungsnetz des Kantons Graubünden, Erstbeprobung 1989-1994
  • Langfristiges Bodenbeobachtungsnetz des Kantons Graubünden, 2.Beprobung 1995-1997