Zum Seiteninhalt

Klimawandel

TP_Klima_Klimawandel.jpg

Der Mensch verändert das Klima auf der Erde. Der Klimawandel hat weltweite Auswirkungen. Höhere Temperaturen, veränderte Niederschlagsmuster, Meeresspiegelanstieg, Störungen in Ökosystemen und die Verstärkung von Extremereignissen bedrohen Siedlungen und landwirtschaftliche Kulturen; der Lebensraum von Millionen Menschen ist gefährdet. Um schwerwiegende Auswirkungen zu vermeiden und Risiken zu verringern, sind möglichst rasch Massnahmen sowohl zur Reduktion der Treibhausgasemissionen als auch zur Anpassung an ein verändertes Klima notwendig.

Auswirkungen des Klimawandels

Der Klimawandel trifft Mensch und Umwelt. In Entwicklungsländern bedroht er die Lebensgrundlagen der Bevölkerung ganz direkt, in Industrieländern wie der Schweiz sind Infrastrukturen und einzelne Wirtschaftszweige gefährdet. Auch auf Tiere, Pflanzen und natürliche Systeme wie Ozeane wirken sich die veränderten Temperaturen und Niederschläge aus. Um das Risiko einer gefährlichen Störung zu mindern, muss die Menschheit ihren Ausstoss an Treibhausgasen massiv senken.

Die vom Menschen freigesetzten Treibhausgase werden das Klima weiter verändern. Bis 2030 wird - unabhängig vom Emissionsszenario - ein weiterer Temperaturanstieg von 0.2ºC pro Jahrzehnt erwartet. Für das 21. Jahrhundert wird, je nach sozioökonomischer Entwicklung und den damit verbundenen Emissionen, eine Erwärmung zwischen einem halben Grad und mehreren Graden erwartet.

Globale Folgen des Klimawandels:

  • Zunahme der warmen Tage und Nächte
  • Abnahme der kalten Tage und Nächte
  • heisse Tage und Nächte werden wärmer und häufiger auftreten
  • Wärmeperioden und Hitzewellen werden über den meisten Landflächen häufiger
  • die Häufigkeit von Starkniederschlagsereignissen und der Anteil dieser Ereignisse am Gesamtniederschlag nehmen zu
  • die Aktivität intensiver tropischer Wirbelstürme steigt an
  • die Zugbahnen der Stürme in den mittleren Breiten verschieben sich nach Norden
  • die Niederschlagsmengen werden in den hohen Breiten zunehmen, über den meisten subtropischen Landregionen hingegen abnehmen. 

Die Verfügbarkeit von Wasser wird sich in zahlreichen Erdregionen verändern, inkl. der damit verbundenen Folgen für Trinkwasserversorgung, Landwirtschaft, Energieerzeugung und natürliche Ökosysteme. Generell wird in Regionen und zu Zeiten, wo es heute viel regnet, noch mehr Regen fallen, während an Orten und zu Zeiten, wo es bereits heute trocken ist, die Niederschlagsmengen zurückgehen (z.B. in trockenen Regionen der Subtropen oder im Sommer und Herbst im Mittelmeerraum). Von Dürren betroffene Flächen nehmen zu.

Gletscher und Schneebedeckung nehmen verbreitet ab, das arktische Meereis geht zurück.

Die Anpassungsfähigkeit zahlreicher Tier- und Pflanzenarten wird überfordert.

Eine Erwärmung im Bereich von 1 - 3°C erhöht im globalen Durchschnitt die Erträge in der Landwirtschaft, bei einem stärkeren Temperaturanstieg nehmen sie ab.

Der Anstieg des Meeresspiegels führt zunehmend zur Versalzung des Grundwassers und erhöht die Überflutungsgefahr in intensiv genutzten und dicht besiedelten Küstengebieten.

Die räumliche Verbreitung von temperaturabhängigen Krankheitsüberträgern bzw. -erregern verändert sich.

Wirtschaftliche und soziale Kosten und psychische Folgen in Gebieten mit mehr Extremereignissen (Starkniederschläge, Dürren, Hitzewellen, Stürme, Überschwemmungen, Erdrutsche etc.) nehmen zu.