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Heubelüftungen

Für eine rationelle und qualitativ hochstehende Erzeugung von Rohfutter gelangen oft Heubelüftungen zum Einsatz. Für Landwirtschaftsbetriebe in Siedlungsnähe können durch den Betrieb der Heubelüftungen Lärmprobleme entstehen.

Überblick

Die heutigen Bewirtschaftungsmethoden verlangen den Einsatz von Lüftungsaggregaten bei Heustöcken. Aus Sicht des Lärmschutzes sind insbesondere die Nachtstunden problematisch, da dann niedrigere Grenzwerte für Lärm gelten und zusätzlich zu den gemessenen Lärmwerten noch eine grosse Pegelkorrektur für die Störung zu berücksichtigen ist. Konflikte treten dort auf, wo Wohnzonen direkt an landwirtschaftliche Betriebe angrenzen.

Rechtliche Grundlagen

Die Lärmimmissionen von Heubelüftungsanlagen werden nach Anhang 6 LSV beurteilt. Gemäss Artikel 7 LSV müssen bei neuen Anlagen die Lärmemissionen so weit begrenzt werden, als dies technisch und betrieblich möglich sowie wirtschaftlich tragbar ist und dass die von der Anlage allein erzeugten Lärmimmissionen die Planungswerte der Empfindlichkeitsstufe der betroffenen Nutzungszone nicht überschreiten. Für bestehende Anlagen, d.h. für Anlagen, die vor dem Inkrafttreten der Vorschriften des Umweltschutzgesetzes am 1. Januar 1985 in Betrieb standen, gelten die Immissionsgrenzwerte. Anlagen, die später in Betrieb genommen wurden, müssen die Planungswerte einhalten.