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Schall und Laser

Mit der Durchsetzung der Schall- und Laserverordnung (SLV) soll das Publikum bei Konzerten, in Discos und an Partys vor zu hohen Schallpegeln geschützt werden. Bei Einsatz von Laseranlagen soll unter Anwendung der SLV erreicht werden, dass die Bestrahlung des Publikums nicht über dem Grenzwert liegt und das Unfallrisiko gering gehalten wird.

Schall

In der Schall- und Laserverordnung (SLV) werden 4 Veranstaltungskategorien definiert. Der Veranstalter muss vorgängig entscheiden, in welche Kategorie seine Veranstaltung fällt.

Ohne spezielle Vorkehrungen darf eine Veranstaltung im Publikumsbereich nicht lauter als 93 dB(A) sein. Veranstaltungen, die sich ausschliesslich an Jugendliche unter 16 Jahre richten wie z.B. Discos in Jugendhäusern, Kinderkonzerte usw. dürfen generell nicht lauter als 93 dB(A) sein.

Veranstaltungen mit einem Schallpegel über 93 dB(A) sind unter gewissen Voraussetzungen zulässig, sie müssen aber der Vollzugsbehörde gemeldet werden und es sind entsprechende Massnahmen zum Schutz des Publikums zu treffen. Die Schallemissionen müssen so weit begrenzt werden, dass die Immissionen den über eine Stunde gemittelten Schallpegel von 96 dB(A) bzw. von 100 dB(A) nicht übersteigen. Der Maximalpegel LAFmax von 125 dB(A) darf während der gesamten Dauer der Veranstaltung nicht überschritten werden.

Laser

Laser sind ausserordentlich faszinierende Geräte und können bei geschicktem Einsatz mit ihren Strahlen fast jedes Publikum in Staunen versetzen. Laserstrahlen stellen aber auch ein grosses Gesundheitsrisiko (Schädigung der Netzhaut des Auges) dar.
Die SLV bezweckt den Schutz des Publikums vor schädlicher Laserstrahlen. Unter die SLV fallen alle Veranstaltungen, bei denen Laser eingesetzt werden. Lasergeräte und -anlagen werden entsprechend ihrer Gesundheitsgefährdung in verschiedene Laserklassen eingeteilt. Je höher die Klasse, desto gefährlicher der Laser. Veranstaltungen, bei denen Laser der Klasse 1M, 2M, 3R, 3B oder 4 eingesetzt werden, sind meldepflichtig. Die Meldung ist mindestens 14 Tage im Voraus schriftlich an die Vollzugsbehörde zu richten.

Vollzug

Die Gemeinden sind für den Vollzug der Vorschriften über den Schutz des Publikums vor gesundheitsgefährdenden Schalleinwirkungen und Laserstrahlen zuständig (Art. 26 Abs. 1 KUSG). Die Regierung kann der Fachstelle zur Entlastung der Gemeinden bestimmte Vollzugsaufgaben übertragen (Art. 26 Abs. 2 KUSG).