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Öl- und Gasfeuerungen

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Öl- und Gasfeuerungen gehören zu den klassischen Luftschadstoffquellen. Deren Emissionen konnten jedoch seit Beginn der 1990er Jahre durch modernste Feuerungstechnik, verbesserte Brennstoffqualität und durch den Vollzug der Feuerungskontrolle stark reduziert werden.

Öl- und Gasfeuerungen emittieren vor allem Stickoxide (NOx), Kohlenmonoxid (CO), Schwefeloxide (SO2) sowie diverse Spurenstoffe, aber nur sehr wenig Feinstaub (PM10). Das klimarelevante Treibhausgas CO2 gilt nicht als unmittelbar gesundheitsschädigender Luftschadstoff.

Weniger Schadstoffemissionen

Seit Beginn der 1990er Jahre haben die Emissionen von Öl- und Gasfeuerungen deutlich abgenommen. Entscheidend hierfür sind

  • Verbesserte Feuerungstechnik durch Low-NOx-Brenner (Blaubrenner), ab 2005 Stand der Technik
  • Abermalig verbesserte Feuerungstechnik, Brennwerttechnologie ab 2011 Stand der Technik
  • Einsatz reinerer Brennstoffe (z.B. schwefelärmeres Euro Öl, sowie Öko-Öl)
  • Feuerungskontrolle, die seit Inkrafttreten der Luftreinhalte-Verordnung (LRV) 1986 konsequent durchgeführt wird.

Die Grenzwert-Vorschriften in der LRV sowie die Durchführung der periodischen Feuerungskontrolle haben zu einer Erneuerung des Anlagenparks in der Schweiz entsprechend dem Stand-der-Technik geführt.

Öl- und Gasfeuerungen < 1000 kW

Die Feuerungskontrolle für Öl- und Gasfeuerungen wird durch amtliche Feuerungskontrolleure im Rahmen des teilliberalisierten FEUKO Model 1 und nach der Weisung über die Kontrolle von Öl- und Gasfeuerungen durchgeführt, dabei werden die Messresultate mit den LRV-Grenzwerten verglichen. Bei überschrittenen Grenzwerten wird entweder eine 30- tägige Einregulierungsfrist oder eine mehrjährige Sanierungsfrist durch den amtlichen Kontrolleur festgesetzt.

Den Gemeinden obliegt die Pflicht zur Sicherstellung, dass die Durchführung der Feuerungskontrolle gewährleistet ist. Das ANU überwacht die FEUKO fachlich und vollzieht bei nicht beachteten Sanierungsfristen die Durchführung der gesetzlichen Sanierungsmassnahmen.

Öl- und Gasfeuerungen > 1000 kW

Vor der Erstellung solcher Feuerungen ist dem ANU das Formular "Emissionserklärung Feuerungen" einzureichen. Die Emissionsmessungen werden durch das ANU organisiert.