Grenzwerte

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Die Immissionsgrenzwerte wurden 1986 nach Kriterien im Umweltschutzgesetz derart festgelegt, dass bei ihrer Einhaltung Menschen, Tiere, Pflanzen, Böden usw. im allgemeinen vor schädlichen und lästigen Auswirkungen der Luftschadstoffe geschützt sind. Bei Überschreitungen sind die Behörden zu Massnahmen verpflichtet. Im Kanton Graubünden werden die Immissionsgrenzwerte von Stickstoffdioxid (NO2), Feinstaub (PM10) und Ozon nach wie vor überschritten.

Immissionsgrenzwerte der Luftreinhalte-Verordnung

Die Immissionsgrenzwerte sind wirkungsorientiert. Der Schutzgedanke steht im Vordergrund. Bei Überschreiten der Immissionsgrenzwerte besteht mit zunehmender Schadstoffbelastung ein zunehmend erhöhtes Risiko für die menschliche Gesundheit und die Umwelt.

Die Immissionsgrenzwerte der LRV beruhen auf den Ergebnissen einer Vielzahl von wissenschaftlichen Studien über die Auswirkungen von Luftschadstoffen. Die Immissionsgrenzwerte für Luftschadstoffe sind seit 1986 geltendes Bundesrecht. Die Grenzwerte werden periodisch den neusten Erkenntnissen aus Lufthygiene und Gesundheit angepasst. 1998 wurden anstatt Grenzwerten für den Gesamtstaub, Grenzwerte für den lungengängigen Feinstaub (PM10) eingeführt. Für krebserregende Stoffe wie dem Russ oder Benzol gilt das Minimierungsgebot. Bestehende oder zu erwartende Überschreitungen von Immissionsgrenzwerten verpflichten die Behörden zu Massnahmen.

Critical Loads und Critical Levels sind ein Mass für die Empfindlichkeit der Ökosysteme und der menschlichen Gesundheit gegenüber Einträgen und Konzentrationen von Luftschadstoffen. Belastungen oberhalb dieser Grenzen sind auch gemäss Luftreinhalte-Verordnung als übermässige Immissionen zu beurteilen. Critical Loads (kritische Eintrags- oder Depositionswerte) und Critical Levels (kritische Konzentrationswerte) für Luftschadstoffe sind heute ein fester Bestandteil des Übereinkommens über weiträumige grenzüberschreitende Luftverunreinigung (CLTRAP) der UNO-Wirtschaftskommission für Europa (UNECE).