Luftschadstoffauswirkungen

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Luftschadstoffe haben negative Auswirkungen auf Mensch und Tiere, auf Ökosysteme und auf Gebäude, Materialien und das Klima. Die Luftverschmutzung führt zu Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, hat vorzeitige Todesfälle zur Folge, schädigt empfindliche Ökosysteme, beeinflusst das Klima und führt zu Folgekosten in Milliardenhöhe.

Luftschadstoffauswirkungen

Unabhängig von ihrer Herkunft bezeichnet man alle vom Menschen in die Luft freigesetzten Stoffe als Luftschadstoffe. Dabei ist es gleichgültig, ob die Stoffe fest, flüssig oder gasförmig sind. Luftverunreinigungen können also etwa Russ, Staub, Rauch, Aerosole, Dämpfe, Geruchsstoffe oder Gase sein. Wie viele luftverunreinigende Stoffe es gibt, lässt sich nicht exakt angeben; ihre Zahl dürfte heute bei 1‘500 liegen. Etliche davon, aber keineswegs alle, sind Schadstoffe, nämlich diejenigen Stoffe, von denen eine negative Wirkung auf Lebewesen und Sachgüter ausgeht oder die durch eine dauerhafte Veränderung der atmosphärischen Zusammensetzung die natürlichen Kreisläufe und Ökosysteme schädigen. Die Luftverschmutzung führt zu Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, hat 3000 - 4000 vorzeitige Todesfällen in der Schweiz pro Jahr zur Folge und versauert und überdüngt empfindliche Ökosysteme. Es fallen hohe jährliche volkswirtschaftliche Verluste durch Spitalaufenthalte, reduzierter Aktivität, unter anderem am Arbeitsplatz, Schäden an Gebäuden und Materialien sowie der zusätzliche Reinigungsaufwand an. Luftschadstoffe tragen aber auch dazu bei, dass Menschen, Pflanzen und ganze Ökosysteme anfälliger auf Stressfaktoren wie Krankheitserreger, Parasiten oder Trockenheit reagieren.

Die jährlichen Folgekosten der Luftverschmutzung betragen in der Schweiz mehrere Milliarden. Die durch globale Effekte wie den Treibhauseffekt oder das Ozonloch hervorgerufen Schäden lassen sich nicht einmal im Ansatz abschätzen.