Landwirtschaft

 

Die Landwirtschaft ist Hauptverursacher von Ammoniak (NH3) und der Treibhausgase Methan (CH4) und Lachgas (N2O). Zwischen 1990 und 2000 sind die Ammoniak-Emissionen bereits etwas zurückgegangen. Doch seither stagnieren sie und schädigen weiterhin sensible Ökosysteme durch Überdüngung. Um die Ammoniakemissionen aus der Landwirtschaft zu reduzieren, beteiligt sich der Kanton Graubünden am nationalen Ressourcenprogramm.

Landwirtschaftliche Prozesse und Anlagen als Luftschadstoffquelle

Die Landwirtschaft ist Hauptverursacher von Ammoniak (NH3) und der Treibhausgase Methan (CH4) und Lachgas (N2O). Als Treibhausgase tragen Methan und Lachgas zur Klimaerwärmung bei. Als Luftschadstoffe sind sie weniger von Bedeutung. Zwischen 1990 und 2000 sind die Ammoniak-Emissionen bereits etwas zurückgegangen. Doch seither stagnieren sie und schädigen weiterhin sensible Ökosysteme durch Überdüngung.

Die Nutztierhaltung produziert den überwiegenden Teil der Ammoniak- und der Methan-Emissionen. Der Einsatz von Stickstoffdüngern auf den landwirtschaftlichen Nutzflächen ist für die Freisetzung von Lachgas verantwortlich. Die klassische Luftreinhaltung im Bereich der Landwirtschaft befasst sich hauptsächlich mit dem Luftschadstoff Ammoniak. Dessen Emissionen sind zwischen 1990 und 2000 aufgrund der rückgängigen Tierzahlen gesunken und seither konstant geblieben.

Um die Ammoniakemissionen aus der Landwirtschaft weiter zu reduzieren, hat der Bund im Rahmen der Agrarpolitik 2011 das Programm "Nachhaltige Ressourcennutzung" (Ressourcenprogramm) lanciert. Die Zielbereiche sind: Eine effizientere Nutzung der von der landwirtschftlichen Produktion benötigten Ressourcen wie Stickstoff, Phosphor und Energie. Die Optimierung des Pflanzenschutzes, der verstärkte Schutz und die nachhaltigere Nutzung des Bodens, der biologischen Vielfalt in der Landwirtschaft und der Landschaft sind weitere Ziele des Ressourcenprogrammes, an dem sich auch den Kanton Graubünden beteiligt.