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Schleppschlauch

Gesuche um Ausnahme zur emissionsmindernden Ausbringung von flüssigem Hofdünger im Einzelfall können ab 28. Januar 2023 online über diese Seite gestellt werden.

Mit Inkrafttreten der revidierten Luftreinhalte-Verordnung (LRV) am 1. Januar 2024 wird der Einsatz emissionsmindernder Ausbringverfahren von flüssigen Hofdüngern zur Pflicht. Ursprünglich war vorgesehen, das Obligatorium per 1. Januar 2022 einzuführen. Der Bundesrat hat auf die Forderung der betroffenen Kreise reagiert und die Einführung der «Schleppschlauchpflicht» um zwei Jahre verschoben, um den betroffenen landwirtschaftlichen Betrieben mehr Zeit zur Beschaffung der Geräte zu gewähren.

Indicazioni in italiano sulla concessione di deroghe e sulla domanda di deroga sono contenute nel documento VH-409-02i in fondo al sito.

Emissionsmindernde Ausbringverfahren

Mit emissionsmindernden Ausbringverfahren emittiert weniger Ammoniak in die Luft und es gelangt mehr wertvoller Stickstoff in den Pflanzenbestand. Als emissionsmindernde Verfahren gelten die bandförmige Ausbringung mit Schleppschlauch oder Schleppschuhverteilern sowie das Schlitzdrillverfahren mit offenem oder geschlossenem Schlitz. Flüssige Hofdünger müssen unabhängig von der Ausbringtechnik möglichst unter idealen Witterungs-, Vegetations- und Bodenbedingungen ausgebracht werden.

Ausbringverfahren Schleppschlauch

Kriterien emissionsmindernd begüllbare Flächen

Um einen einheitlichen Vollzug zu unterstützen, wurden die neuen Bestimmungen der LRV im Modul «Nährstoffe und Verwendung von Düngern in der Landwirtschaft» der «Vollzugshilfe Umweltschutz in der Landwirtschaft» der Bundesämter für Umwelt (BAFU) und Landwirtschaft (BLW) präzisiert und konkretisiert. Die Vollzugshilfe konkretisiert die betroffenen Flächen und definiert die emissionsmindernden Ausbringverfahren. Als emissionsmindernd begüllbare Flächen gelten grundsätzlich Flächen mit weniger als 18 Prozent Hangneigung und Flächen mit einer Grösse von mindestens 25 Aren. Von diesen sind folgende Flächen von der Pflicht ausgenommen:

  • wenig intensiv genutzte Wiesen
  • Flächen von Obstgärten mit Hochstammfeldobstbäumen Q II
  • Gemüse-, Beeren- Gewürzkulturen und Reben
  • Permakulturen
  • Kulturen in ganzjährig geschütztem Anbau
  • Flächen ausserhalb der landwirtschaftlichen Nutzfläche (LN)

Die detaillierte Liste mit den Kulturen, welche vom Obligatorium für emissionsmindernde Ausbringverfahren ausgeschlossen sind, ist im Merkblatt der Agridea aufgeführt.

Betriebe, auf denen die düngbare Fläche abzüglich der oben genannten Ausnahmen und der Kulturenliste gesamthaft 3 Hektaren nicht übersteigt, sind vom Obligatorium befreit. Sömmerungsbetriebe sind vom Obligatorium ebenfalls ausgenommen. Zur Berechnung dienen die Strukturdaten, welche jährlich vom ALG erhoben werden.

Das ALG hat erstmals anlässlich der diesjährigen Erhebung für jeden ÖLN-Betrieb die provisorisch begüllbaren Flächen berechnet und im kantonalen Geoportal sowie im agriGIS abgebildet.

Kontrolle und Vollzug

Die Pflicht für das emissionsmindernde Ausbringen ergibt sich aus den Bestimmungen der LRV. Für den Vollzug im Kanton Graubünden ist somit das Amt für Natur und Umwelt (ANU) zuständig. Es wird dabei durch das ALG in fachlicher Hinsicht, bei der Datenbereitstellung sowie bei den Kontrollen unterstützt.

Ausnahmen im Einzelfall

Im Einzelfall kann das ANU auf ein Gesuch hin technisch oder betrieblich begründete Ausnahmen für die emissionsmindernde Ausbringung von flüssigen Hofdüngern bewilligen. Ausnahmen für das emissionsmindernde Ausbringen können für konkrete Flächen aus nachfolgenden Gründen erteilt werden:

  • Sicherheit aus speziellen Gründen nicht gewährleistet;
  • Erreichbarkeit aufgrund bestehender Zufahrt nicht gegeben;
  • Platzverhältnisse aufgrund fester Bauten oder spezieller Geometrie beschränkt.

Aus anderen Gründen kann keine Ausnahme erteilt werden.

Zur emissionsmindernden Ausbringung von flüssigen Hofdüngern sowie den Ausnahmen im Einzelfall hat das ANU eine Vollzugshilfe (Dokument VH-409-02) erstellt. Diese gibt Hinweise zu den Ausnahmekriterien und dem Ausnahmegesuch.

Allfällige Ausnahmegesuche müssen online mit dem dafür vorgesehenen Formular dem ANU eingereicht werden. Das Formular steht ab dem 28. Januar 2023 zur Verfügung. Das Onlineformular ist nur auszufüllen, wenn ein Gesuch um Ausnahme für die emissionsmindernde Ausbringung von flüssigen Hofdüngern eingereicht werden will.

Ausnahmegesuche können während der Strukturdatenerhebung (Ende Januar / Anfang Februar) beim ANU eingereicht werden, bei Nachmeldungen bis spätestens 1. Mai.

Gesuchsteller werden schriftlich über den Entscheid benachrichtigt, frühestens jedoch im April.

Für das Ausfüllen des Ausnahmegesuches stehen folgende Hilfsmittel zur Verfügung:

Karte mit pflichtigen Flächen und landwirtschaftliche Nutzung (Codes)

Karte mit Höhenlinien 1m

Deroghe in casi singoli

Deroghe all’obbligo di spandimento a basse emissioni motivate da ragioni tecniche od operative possono essere concesse dall’UNA caso per caso. La legislazione federale è, riguardo alle possibili deroghe, restrittiva. Deroghe possono essere prese in considerazione solo se lo spandimento a basse emissioni sulle superfici non è attuabile a causa:

  • di ragioni di sicurezza;
  • delle vie d’accesso che non permettono di raggiungere le superfici;
  • della disponibilità limitata di spazio.

Ulteriori indicazioni sulla concessione di deroghe e sulla domanda di deroga sono contenute nel documento VH-409-02i.

Una domanda di deroga dev’essere presentata unicamente per superfici per le quali sussiste un obbligo di spandimento a basse emissioni, tuttavia non fosse possibile adempiervi per ragioni tecniche o d’esercizio, e l’azienda di conseguenza dovesse conti-nuare ad impiegare p.e. la barra.

Le domande per una deroga caso per caso devono essere presentate online tramite il modulo: Il modulo sarà disponibile a partire dal 28 gennaio 2023.

Le domande di deroga possono essere presentate all’UNA annualmente rispettivamente a partire dal rilevamento dei dati strutturali (fine gennaio), tuttavia entro il 1° maggio al più tardi (chiusura mutazioni successive).

I richiedenti vengono informati per iscritto in merito alla decisione, ma non prima del mese di aprile.

Sono disponibili i seguenti strumenti:

Carte con superfici soggette ad obbligo

Carta con curve di livello 1m

Dokumente

KurzformTitelDatumTyp
VH-409-02dEmissionsmindernde Ausbringung von flüssigem Hofdünger26.01.2023
VH-409-02iSpandimento a basse emissioni dei concimi aziendali liquidi26.01.2023