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Die Bündner Pärke

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Pärke sind auch in Graubünden ein Thema. Mit dem Schweizerischen Nationalpark, der Biosfera Val Müstair, dem Parc Ela und dem Naturpark Beverin sowie der UNESCO-Welterbe Tektonikarena Sardona sind in Graubünden bereits fünf „Pärke“ in Betrieb.

Seit dem 1. Dezember 2007 sind in der Schweiz im Bundesgesetz über den Natur- und Heimatschutz (NHG; SR451) die rechtlichen Grundlagen zur Schaffung neuer Pärke von nationaler Bedeutung in Kraft. Das NHG unterscheidet drei unterschiedliche Parktypen, nämlich Nationalpärke, Regionale Naturpärke und Naturerlebnispärke. Für den Kanton Graubünden sind nur die beiden erstgenannten Parktypen von Belang.

Im Kanton Graubünden haben bisher drei Parkprojekte die Auszeichnung als Park von nationaler Bedeutung geschafft. Es sind dies die drei regionalen Naturpärke Biosfera Val Müstair, Parc Ela und Naturpark Beverin. Das Projekt Nationalpark Adula kann aufgrund der zu einem entscheidenden Teil negativ ausgefallenen Abstimmungen in den beteiligten Gemeinden nicht weiter verfolgt werden.

Ausserhalb der NHG-Parkkategorien sind als Leading Park der Schweizerische Nationalpark, welcher 2014 sein 100-jähriges Bestehen feierte und über eine eigene Gesetzgebung verfügt, sowie als Besonderheit in der „Pärkelandschaft“ die UNESCO-Weltnaturerbestätte Tektonikarena Sardona (frühere Bezeichnung: Glarner Hauptüberschiebung) zu erwähnen. Der Schweizerische Nationalpark bildet zudem seit 2010 zusammen mit dem Val Müstair ein UNESCO-Biosphärenreservat.

Pärke von nationaler Bedeutung sollen nach den Zielsetzungen von Bund und Kanton einerseits einen Beitrag zur Erhaltung unserer natürlichen Lebensräume und einmaligen Landschaften leisten und andererseits auch die nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung einer Region, vor allem im Sommertourismus, fördern. Für ökonomisch potenzialarme Gebiete stellen Pärke oft fast die einzige Entwicklungschance dar. Der wachsenden Bedeutung der Pärke hat auch das Bundesparlament Rechnung getragen, indem es den Pärkekredit von bisher jährlich 10 Mio. auf 20 Mio. Franken verdoppelt hat. Auf kantonaler Ebene sind die Pärke auch in der kantonalen Wirtschaftsstrategie enthalten.

Um die Weiterentwicklung der Bündner Pärke zu koordinieren, den gemeinsamen Auftritt zu stärken und die Zusammenarbeit weiter auszubauen, haben die Bündner Pärke 2015 eine Dachorganisation in Form des Vereins "Bündner Pärke" gegründet. Durch Bündelung von Ressourcen kann die Sichtbarkeit, Wirkung und Relevanz der Bündner Pärke noch weiter erhöht werden.

Weitere Informationen sind in der Broschüre der Bündner Pärke enthalten.