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Monitoring Asiatische Stechmücken

Die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) ist eine gebietsfremde, invasive Mückenart, die Krankheiten wie das Dengue- und Chikungunya-Fieber und Zikavirus-Infektionen übertragen kann. Sie stammt ursprünglich aus Südostasien und hat sich durch den globalisierten Handel und den internationalen Reiseverkehr weltweit ausgebreitet. Auch in Südeuropa hat ihr Vorkommen in den letzten 20 Jahren rapide zugenommen. Im Kanton Tessin wurde sie erstmals 2003 gefunden. Die Einschleppung von weiteren gebietsfremden, invasiven Arten, insbesondere der Asiatischen Buschmücke (Aedes japonicus) und von Aedes koreicus zeigen auf, dass eine Koordination der Überwachung und Bekämpfung invasiver, gebietsfremder Mücken in der Schweiz von Vorteil wäre.
Das Monitoring der asiatischen Stechmücken wird in Teilen der Bündner Südtäler, auf einzelnen Rastplätzen entlang der Autobahn A13 und anhand einiger Stichproben im Raum Chur durchgeführt. Es dient dazu, das Risiko einer Etablierung der Asiatischen Tigermücke (und anderen gebietsfremden Mückenarten) und der damit verbundenen Wahrscheinlichkeit einer potentiellen Übertragung von Krankheitserregern einzuschätzen. Gleichzeitig dient es als Entscheidungsgrundlage um weitere Schritte, wie etwa die Information und Sensibilisierung der Bevölkerung oder eine systematisch Bekämpfung anzugehen.