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Programmvereinbarung
 

Seit 2008 sind Programmvereinbarungen das zentrale Instrument zur partnerschaftlichen Umsetzung der Umweltpolitik zwischen Bund und Kantonen. In der Programmvereinbarung Landschaft Graubünden 2020–2024 werden die Leistungen und die finanziellen Beiträge von Bund und Kanton für die Naturpärke und die schützenswerten Landschaften festgelegt.

 

Alle vier Jahre legen Bund und Kantone in der Programmvereinbarung (PV) Leistungen fest, die ein Kanton zu erbringen hat, um einen Beitrag an die strategischen Zielvorgaben des Bundes zu leisten.

Ziel der PV Landschaft ist es, die begrenzt zur Verfügung stehende Mittel zur Förderung der Landschaftsqualität gezielt und gut koordiniert einzusetzen. Bestrebungen des Natur- und Heimatschutzgesetzes im Bereich Landschaft sollen damit erreicht werden. Die natürliche und landschaftliche Qualität im Kanton soll verbessert und erhalten werden.

Die PV Landschaft 2020-2024 für Graubünden umfasst die drei Teilprogramme, deren programmspezifischen Ziele bis 2024 erreicht werden sollen.

Schützenswerte Landschaften

Der gesetzliche Auftrag sieht im Teilprogramm «schützenswerte Landschaften» die Aufwertung und Erhaltung besonders wertvoller Landschaften wie bspw. Landschaften von nationaler Bedeutung (BLN), Moorlandschaften von nationaler Bedeutung und kantonal schützenswerten Landschaften vor. Zur Zielerreichung stehen verschiedene landschaftsplanerische Instrumente zur Verfügung. Mit einem Teil des Budgets für landschaftliche Aufwertungen werden jedes Jahr Trockenmauer-Renovationen unterstützt. Im 2021 erfolgte eine namhafte Aufwertung der Moorlandschaft Val Fenga in den Gemeinden Valsot und Scuol. Dort wurde eine Wasserkraftwerkanlage mit Stauwehr, Leitungen und Gebäuden zurückgebaut. In Zukunft soll ein fachlich fundiertes Konzept die Kriterien und Möglichkeiten für Aufwertungsmassnahmen im Kanton aufzeigen.

Weltnaturerbe

Die Tektonikarena Sardona zeichnet sich durch aussergewöhnliche universelle Werte aus, die international als «Weltnaturerbe» anerkannt sind. Der ungeschmälerte Erhalt, beziehungsweise die grösstmögliche Schonung von Landschaften und Naturdenkmälern von universellem Wert im Kanton Graubünden ist Ziel dieses Teilprogramms. Neben der räumlichen Sicherung sieht ein angestimmter Managementplan die Sensibilisierung und Bildung von Besucher/innen sowie Forschung und Monitoring vor. Für das Weltnaturerbe Tektonikarena Sardona hat der Kanton Glarus die Federführung.

Pärke von nationaler Bedeutung

Der gesetzliche Auftrag des Teilprogramms «Pärke von nationaler Bedeutung» beinhaltet die Erhaltung und Entwicklung einer hohen Natur- und Landschaftsqualität sowie einer nachhaltigen Regionalentwicklung. In den letzten Jahren haben sich die Pärke in ihren Regionen als namhafte und wertvolle Akteure etabliert.