Navigation

Seiteninhalt

Wärmepumpen

Für den Bau und den Betrieb von Wärmepumpenanlagen zur Nutzung der Boden- oder Wasserwärme ist neben der allfälligen Baubewilligung der Standortgemeinde eine gewässerschutzrechtliche Bewilligung des Kantons erforderlich.

Gesuche sind bei der Gemeinde einzureichen. Die Gemeinde leitet die Gesuche für Anlagen, die einer gewässerschutzrechtlichen Bewilligung bedürfen, an das Amt für Natur und Umwelt (ANU) weiter.

Die Weisung "Bewilligungspflicht von Wärmepumpen" (BW003d) gibt detailliert Auskunft über das Verfahren für die Erteilung der gewässerschutzrechtlichen Bewilligung und enthält Erläuterungen zu den verschiedenen Arten von Wärmepumpen.

Wärmepumpen mit Erdwärmesonden

Erdwärmesonden werden anhand der kantonalen Erdwärmenutzungskarte bewilligt.

Wärmepumpen zur Nutzung von Grundwasserwärme

Grundsätzlich können Wärmepumpen zur Nutzung von Wasserwärme überall betrieben werden, ausser in Grundwasserschutzzonen (S), Schutzarealen (SA) und Summarischen Schutzzonen (SS). Im Gewässerschutzbereich Zone Au werden in der Regel nur Anlagen mit einer Mindestleistung von 50 kW bewilligt. Mit einem hydrogeologischen Gutachten ist nachzuweisen, dass die Grundwasserentnahme langfristig zu keiner Beeinträchtigung des Grundwasserleiters und zu keiner Beeinträchtigung einer allfällig bereits bestehenden Grundwasserfassung führt. Die Grundwassertemperatur darf durch Eintrag oder Entzug von Wärme gegenüber dem natürlichen Zustand insgesamt (d.h. unter Berücksichtigung von umliegenden Nutzungen) um höchstens 3 °C verändert werden. Die Entnahme von Grundwasser bedarf einer Konzession der Gemeinde und einer Bewilligung der Regierung. Das ANU bewilligt den Betrieb der Wärmepumpenanlage.

Wärmepumpen zur Nutzung der Wärme von Oberflächengewässern 

Wärmepumpen könne auch mit Wasser aus Seen oder Flüssen betreiben werden. Seen sind jedoch zur Nutzung von Wärme besser geeignet, da es dort in der Tiefe konstante Temperaturen gibt. Fliessgewässer sind in der Regel im Winter kühl, weil sie Temperaturen im Bereich der Lufttemperatur aufweisen. Daher kommt eine Nutzung von Fliessgewässer zu Heizzwecken oft aus technischer Sicht nicht in Frage.

Seen eigenen sich zur Nutzung mit einer Wärmepumpe. Die Nutzung setzt aber voraus, dass die Temperaturverhältnisse im See nicht beeinträchtigt werden, da viele Seen im Sommer und im Winter eine stabile, charakteristische Temperaturschichtung aufweisen. Diese Schichtung kann durch die Entnahme oder Einleitung von Wasser gestört werden.

In der Regel ist für das Bewilligungsverfahren ein Bericht über die Auswirkungen der Wärmenutzung auf den See erforderlich.

Erdwärmenutzung

Erdwärmenutzung 

Grundwasserkarte

Grundwasserkarte