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Corona - Begleitmassnahmen im Sport

Die aktuelle Situation rund um die Corona-Krise ist für alle Beteiligten sehr herausfordernd.

Bündner Sportorganisationen finden hier Informationen und hilfreiche Links zur Bewältigung der Krise.

Lockerungen ab 6. Juni

Der Bundesrat hat am 27. Mai 2020 weitere Lockerungsschritte im Bereich der Sportaktivitäten beschlossen. Demnach dürfen Sportvereine ab dem 6. Juni 2020 wieder Trainings und Wettkämpfe in weitgehend normalem Rahmen durchführen. Bei Sportarten mit sehr engem Körperkontakt soll dies in einer beständigen Trainingsgruppe stattfinden.

Bedingung ist nach wie vor das Vorhandensein von Schutzkonzepten für die Sportart und für die Sportanlage. Die Rahmenvorgaben für den Sport wurden an die gelockerten Regeln angepasst und stehen auf der Webseite von Swiss Olympic zur Verfügung. Im Zentrum des Konzepts für den Trainingsbetrieb der Vereine ab 6. Juni 2020 stehen die fünf übergeordneten Grundsätze für den Sport:

  1. Symptomfrei ins Training/Wettkampf
  2. Distanz halten (10 m2 Trainingsfläche pro Person, wenn immer möglich 2 m Abstand)
  3. Einhaltung der Hygieneregeln des BAG
  4. Präsenzlisten (Rückverfolgung von engen Kontakten – Contact Tracing)
  5. Bezeichnung verantwortlicher Person

Swiss Olympic stellt auf seiner Website ein Standard-Schutzkonzept für den Trainingsbetrieb der Vereine bereit, das diese dann mit sehr geringem Aufwand an das Anlagenkonzept und die vereinsspezifische Situation adaptieren können. Die Verantwortung für die korrekte Umsetzung der Schutzkonzepte liegt beim Verein und den anwesenden Leiterinnen und Leitern.

Spezielle Regelungen gelten auch nach dem 6. Juni 2020 für Sportaktivitäten, in denen ein dauernder enger Körperkontakt erforderlich ist, hier geht es insbesondere um Kampfsportarten wie Judo oder Schwingen sowie Paartanz. Bei der Ausübung dieser Sportaktivitäten müssen die Trainings so gestaltet werden, dass sie ausschliesslich in beständigen Gruppen stattfinden mit Führung einer entsprechenden Präsenzliste.

Erhebung von Kontaktdaten bei Veranstaltungen

Sportveranstaltungen und Wettkämpfe bis maximal 300 Personen können ab dem 6. Juni wieder stattfinden. Idealerweise werden den Zuschauern fixe Plätze zugewiesen und die Sitzposition ist nachvollziehbar, das ist aber keine zwingende Voraussetzung. Falls möglich sollten klar abgegrenzte Untergruppen gebildet werden, damit bei einer Infektion nicht alle Anwesenden in Quarantäne geschickt werden müssen. Zentral sind die Hygiene- und Distanzregeln und die Gewähr, dass bei einem positiven Fall alle engen Kontakte rasch informiert werden können. Auch hierzu braucht es Schutzkonzepte und die Erhebung von Kontaktdaten muss geregelt werden. Noch nicht erlaubt sind bis am 6. Juli Wettkämpfe mit engem Körperkontakt (Judo, Ringen etc).

 

Falls die Abstandsregeln nicht gewährleistet werden können, müssen Organisatoren die Kontaktdaten aller Anwesenden zwecks allfälligem Contract Tracing erfassen (Vorname, Nachname, Telefon).

Der Bundesrat wird am 24. Juni 2020 über das weitere Vorgehen bei Veranstaltungen mit bis zu 1000 Personen und weitere Lockerungen beschliessen. Grossveranstaltungen mit mehr als 1000 Personen bleiben bis am 31. August 2020 untersagt.

Sportlager für Kinder und Jugendliche möglich

Im Sommer finden zahlreiche Lager mit Kindern und Jugendlichen statt. Viele Gemeinden organisieren zudem während den Ferien Tagesstrukturen. Diese Angebote sind ab dem 6. Juni mit den entsprechenden Schutzkonzepten möglich. Das Bundesamt für Sport hat ein Grundlagen-Schutzkonzept für Sportlager erarbeitet. Kinder und Jugendliche sollen die Tage möglichst in gleichbleibenden Gruppen oder Untergruppen verbringen. Für Lager gilt eine Obergrenze von 300 Teilnehmenden, zudem müssen Präsenzlisten geführt werden.

 

Sportanlagen sollen für Vereinssport geöffnet werden

Auch beim Betrieb der Sportanlagen kann ein Schritt in Richtung Normalisierung gemacht werden. Es reicht, wenn Möglichkeiten bestehen, die Hände gründlich zu waschen oder zu desinfizieren und wenn im Rahmen der ordentlichen Reinigungen den häufig berührten Oberflächen auch weiterhin besondere Beachtung geschenkt wird.

 

Angesichts dieser erfreulichen Lockerungsschritte möchten Bund, Kanton und Swiss Olympic die Sportanlagenbetreiber dazu ermuntern, Ihre Sportanlagen, falls dies bisher noch nicht erfolgt ist, ab dem 6. Juni 2020 auch für den Vereinssport wieder zu öffnen (siehe entsprechende Empfehlung).

Die Schutzkonzepte für Sportanlagen sind nicht bewilligungspflichtig. Praxisbeispiele und weitere Informationen für Schutzkonzepte Sportanlagen sind auf der Webseite der ASSA veröffentlicht.

Diese Grafik mit den Verhaltensregeln auf einen Blick ist ausdrücklich dafür gedacht, um ausgedruckt in den Sportanlagen aufgehängt zu werden. 

Schulsport

Das Fach "Bewegung und Sport" wird unter Beachtung der Verhaltens- und Hygienemassnahmen analog zu allen anderen Fächern des Lehrplans unterrichtet. Für einen erfolgreichen Wiedereinstieg in den Schulsport hat graubündenSPORT Hinweise erarbeitet. 

 

Freiwilliger Schulsport

Der freiwillige Schulsport kann unter den gleichen Rahmenbedingungen wie das Fach Bewegung und Sport stattfinden.

Finanzhilfen des Bundes für den Schweizer Sport

Der Bundesrat hat am 13. Mai 2020 die Eckwerte für künftige Hilfspakete im Sport bekannt gegeben und am 20. Mai die angepassten Verordnungen gutgeheissen. Nun müssen die Umsetzungsprozesse erarbeitet werden. Diese Instrumente werden im Juni bereitstehen. Ebenfalls im Juni müssen die Beträge für dieses Jahr noch vom Bundesparlament genehmigt werden.

Die Hauptverantwortung für die Behandlung der Hilfsgesuche und die Abwicklung der Auszahlungen wird der Dachverband des Schweizer Sports, Swiss Olympic, übernehmen. Ab Juni werden Swiss Olympic und das BASPO auf ihren Webseiten die entsprechenden Informationen veröffentlichen.

Finanzhilfen des Kantons

Ergänzend zu den Bundesmassnahmen wird den Bündner Sportverbänden zur Liquiditätserhaltung und zur teilweisen Ausfallentschädigung ein ausserordentlicher Pauschalbeitrag von gesamthaft 1 Million Franken zur Verfügung gestellt. Die Höhe des Pauschalbeitrags pro Verband richtet sich nach den J+S Auszahlungen des jeweiligen Verbands, der Anzahl Mitglieder und der Anzahl Mitgliedsvereine.

Es liegt in der Verantwortung der jeweiligen Verbände, mit diesem Betrag bedürfnis- und sportartengerecht ihre jeweiligen Mitgliedsvereine zu unterstützen. Maximal ein Drittel des Betrags darf durch den Verband selbst in Anspruch genommen werden. Mindestens zwei Drittel sind als Nothilfe an die Mitgliedervereine weiterzuleiten. Bei der Verteilung des ausserordentlichen Pauschalbeitrags an Ihre Mitgliedvereine ist zu erfragen, ob und in welcher Höhe die Vereine von den Gemeinden oder weiteren Stellen Unterstützung zur Abfederung der Auswirkungen und Nachteile der Coronasituation erhalten und diese sind gegebenenfalls entsprechend zu berücksichtigen. Die angewendeten Kriterien zur bedarfsgerechten Mittelverteilung und der Nachweis des Verteilschlüssels sind graubündenSPORT (Hofgraben 5, 7001 Chur, 081 257 27 55, sport@avs.gr.ch) bis 31. August 2020 einzureichen. Sofern der Nachweis des finanziellen Bedarfs aufgrund der vorliegenden Pandemie von den Beitragsempfängern nicht erbracht werden kann oder der Beitrag nicht für Tätigkeiten im Rahmen der Ausfallentschädigungen im Zusammenhang mit der ausserordentlichen Lage eingesetzt wurde, kann dieser zurückgefordert werden.

Sportveranstaltungen in Graubünden

Beitragsleistungen an wegen des Corona-Virus abgesagte Sportveranstaltungen werden entgegenkommend behandelt. Für Sportveranstaltungen in Graubünden, an welche ein Beitrag aus dem Sportfonds gesprochen wurde und die wegen des Coronavirus nicht durchgeführt werden können, kann trotzdem ein Beitrag ausbezahlt werden. Die effektive Beitragshöhe richtet sich nach den bis zur Absage angefallen Kosten und entspricht maximal dem gewährten Kantonsbeitrag.

Jugend+Sport

Erlaubt sind ab dem 6. Juni 2020

Trainings in allen Sportarten ohne Einschränkung der Gruppengrösse

Lager mit bis zu 300 Personen

Wettkämpfe in Sportarten ohne ständigen, engen Körperkontakt

Ausbildungskurse und Weiterbildungsmodule

sofern Schutzkonzepte bestehen.

Das Bundesamt für Sport hat entschieden, dass die Einsatzberechtigung der J+S-Anerkennungen aller J+S-Leitenden, -Experten und -Expertinnen sowie Coaches automatisch bis 31.12.2021 verlängert wird. Alle J+S-Vereine erhalten anfangs 2021 einen J+S-Sonderbeitrag als Kompensation für die Zeit des Lockdowns.

Die wichtigsten Infos und Antworten auf die Fragen der Vereine, Leiterpersonen und J+S-Coaches finden sie hier.

1418Leiter

Auch die 1418Leiter-Kurse musste teilweise abgesagt resp. verschoben werden. Die neuen Daten wurden bereits fixiert und sind unter www.1418coach.ch ersichtlich.

Weitere nützliche Dokumente

Swiss Olympic führt an dieser Stelle Informationen, Dokumente und Links für betroffene Sportorganisationen und Veranstalter auf.

Hier sind Antworten des BASPO auf die häufigsten Fragen zu finden.