Gender Info Graubünden Nr. 17

Zwanzig Jahre Bündner Gleichstellung

Es war Mode und kostete nicht viel: Das meinte die Bündner Regierung 1996, als sie dem Grossen Rat die Einrichtung eines Gleichstellungsbüros vorschlug. Zahlreiche Kantone eröffneten in den neunziger Jahren eine Fachstelle für Gleichstellung, und so liess sich die Bündner Regierung unter massivem Druck der Frauenorganisationen überzeugen, es den anderen gleich zu tun. Der damalige (und heutige) Leiter der Standeskanzlei, Claudio Riesen umschrieb in der regierungsrätlichen Botschaft sorgfältig und genau die Aufgaben eines Gleichstellungsbüros, und der Grosse Rat stimmte zu. Das Büro, angesiedelt im Finanzdepartement, startete mit 70 Stellenprozenten, aufgeteilt auf zwei Mitarbeiterinnen. Die erste Leiterin war die Juristin Rita Jerjen-Habich. Das ist nun zwanzig Jahre her, und dieses Jahr feiert die Stabsstelle für Chancengleichheit von Frau und Mann ein Jubiläum.

Wir werden dieses Jubiläum zum Anlass nehmen, Bilanz zu ziehen. Was hat das Gleichstellungsbüro in diesen zwanzig Jahren eigentlich gemacht? Wo steht es heute? Hat sich in Sachen Gleichstellung von Bündnerinnen und Bündnern etwas verändert? Diese Fragen stellen wir uns in diesem Jahr, um Ihnen am Ende Antworten zu liefern und einen Blick in die Zukunft zu wagen. Eines kann ich jetzt schon sagen: Die zwanzig Jahre waren eine bewegte, manchmal sogar turbulente Zeit.

Dieses Jahr fällt just mit anderen wichtigen historischen Jubiläen zusammen: 45 Jahre Frauenstimm- und -wahlrecht in der Schweiz und 20 Jahre Gleichstellungsgesetz auf eidgenössischer Ebene.

In unserem Newsletter finden Sie noch viele weitere Informationen zum Jubiläum und zu anderen spannenden Gleichstellungsthemen.

Wir wünschen Ihnen: gute Lektüre!