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Lohngleichheit

Der Grundsatz ist selbstverständlich: Frauen und Männer erhalten für gleichwertige Arbeit den gleichen Lohn. Die Bundesverfassung und das Gleichstellungsgesetz verpflichten Arbeitgebende dazu.

Trotzdem sind die Lohnunterschiede in der Schweiz noch gross. Das Lohnniveau in typischen Männerberufen ist im Vergleich zu Frauenberufen deutlich höher. Frauen verdienen durchschnittlich 20% weniger als Männer, Kaderfrauen sogar bis zu 30% weniger. Rund 40% dieser Differenz basieren auf diskriminierenden Verhältnissen.

Eine Lohndiskriminierung im Sinne des Gleichstellungsgesetzes liegt vor, wenn Frauen und Männer innerhalb desselben Unternehmens bei gleicher Qualifikation und Erfahrung für gleiche oder gleichwertige Arbeit unterschiedlich entlöhnt werden.

 

Infos für Arbeitnehmende: Lohndiskriminierung nicht akzeptieren

Wenn eine Lohndiskriminierung vorliegt, können und sollen sich Arbeitnehmende wehren.

 

Infos für Arbeitgebende: Löhne auf dem Prüfstand

Den Unternehmen stehen Instrumente zur Verfügung, mit denen sie ihre Lohnpraxis überprüfen und bei Bedarf korrigieren können. Logib - das Selbsttestinstrument des Bundes gibt es kostenlos.

Lohngleichheit ist einklagbar

Das Gleichstellungsgesetz ermöglicht Einzelpersonen, Berufsverbänden und Gewerkschaften, Lohndiskriminierungen aufgrund des Geschlechts einzuklagen und Lohnanpassungen sowie Lohnnachzahlungen zu fordern.

Datenbank «Entscheide nach Gleichstellungsgesetz»