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Sexuelle Belästigung

Die Unternehmen sind für Prävention und Intervention im Fall von sexueller Belästigung am Arbeitsplatz verantwortlich.

Als sexuelle Belästigung gelten Handlungen oder Äusserungen mit sexuellem Bezug, die von einer Seite unerwünscht sind und die eine Person oder eine Personengruppe aufgrund ihres Geschlechts oder ihrer sexuellen Orientierung herabwürdigen.

Dazu gehören zum Beispiel:

  • unerwünschter Körperkontakt
  • anzügliche Bemerkungen und sexistische Sprüche
  • nnäherungsversuche, die mit dem Versprechen von Vorteilen bzw. dem Androhen von Nachteilen einhergehen
  • Vorzeigen, Aufhängen oder Übermitteln von pornografischem Material

Von wem die Annäherungs- oder Abwertungsversuche erfolgen spielt keine Rolle. Entscheidend ist, dass sie von der Person, an die sie sich richten, nicht erwünscht sind.

 

Sexuelle Belästigung ist gesetzlich verboten

Das Gleichstellungsgesetz verbietet gemäss Art. 4 sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz. Diskriminierungen im Sinne des Gleichstellungsgesetzes stellen auch immer Verletzungen des Persönlichkeitsrechts nach Art. 28 ZGB und Art. 328 ZGB dar. Als solche sind sie widerrechtlich im Sinne des Art. 41 OR und berechtigen somit auch zu Schadenersatz und Genugtuung. Die belästigende Person kann strafrechtlich belangt werden (StGB Art. 198).

Gesetzliche Grundlagen im Überblick

Sanktionen am Arbeitsplatz

Wer andere sexuell belästigt, muss mit unterschiedlichen Sanktionen rechnen:
mündlicher oder schriftlicher Verweis, Versetzung, Kündigungsandrohung (mit Bewährungsfrist), fristlose Auflösung des Arbeitsverhältnisses

Arbeitgebende sind in der Pflicht

Arbeitgebende sind gesetzlich verpflichtet, ihre Angestellten vor sexueller Belästigung zu schützen. Treffen sie keine entsprechenden Massnahmen und kommt es zu einer sexuellen Belästigung, kann das Gericht sie dazu verpflichten, der belästigten Person eine Entschädigung auszurichten (Art. 5 GlG).

Unterstützung für Unternehmen

Führungskräfte und Personalverantwortliche haben unterschiedliche Verantwortlichkeiten, wenn es darum geht, präventiv gegen sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz vorzugehen.

Wir unterstützen Unternehmen

  • bei der Ausarbeitung von Richtlinien gegen sexuelle Belästigung
  • mit einem Weiterbildungsangebot für Führungskräfte und Personalverantwortliche
  • mit Informations- und Sensibilisierungsmaterialien

Informationen für Arbeitgebende/Personalverantwortliche

Unterstützung für Betroffene

Wir unterstützen Betroffene von sexueller Belästigung zum einen direkt durch Auskunftserteilung und Beratung, zum andern indirekt durch Weiterbildungen für Fachpersonen, die mit Opfern sexueller Belästigung zu tun haben.

Informationen für Arbeitnehmende