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Ausgangslage

Der Kanton Graubünden engagiert sich seit Jahren für die Chancengleichheit von Frau und Mann, für die Gleichstellung der Geschlechter und für die Bekämpfung von Diskriminierung aufgrund des Geschlechts. In den vergangenen Jahren wurde vieles erreicht. Dennoch bestehen in verschiedenen Bereichen weiterhin Potenziale, die Gleichstellung der Geschlechter zu verbessern.

Im Juni 2019 hat die SP-Fraktion im Grossen Rat einen Fraktionsauftrag eingereicht, in dem sie von der Regierung eine Strategie und einen Aktionsplan Gleichstellung für die Verwaltung wie auch ausserhalb der Verwaltung fordert. In ihrer Antwort vom 27. August 2019 anerkennt die Regierung den Handlungsbedarf und stimmt der Ausarbeitung eines entsprechenden Aktionsplans zu. Der Aktionsplan soll jedoch nur die Kantonale Verwaltung umfassen. Nach dessen Implementierung und Prüfung soll über eine allfällige zweite, über die Kantonale Verwaltung hinausgehende Etappe, neu entschieden werden. Der Grosse Rat überweist den Auftrag mit der von der Regierung vorgeschlagenen Anpassung am 21. Oktober 2019 mit 103 zu 9 Stimmen.

Menschen in der Mensa
Gleiche Chancen trotz unterschiedlichen Bedürfnissen bieten, das ist ein Ziel von egual21.

Die Federführung des Projekts egual21 – Aktionsplan Gleichstellung liegt bei der Stabsstelle für Chancengleichheit. Für die Ausarbeitung des Aktionsplans werden die entsprechenden Ressourcen zur Verfügung gestellt.
Nach wie vor ist die Chancengleichheit von Frau und Mann in einigen Bereichen nicht gegeben und vorhandene Potenziale werden nicht ausgeschöpft, sowohl national wie auch im Kanton Graubünden. Die Förderung der Gleichstellung und Chancengleichheit in allen Lebensbereichen ist eine Querschnitts- und Führungsaufgabe und kann nur erfolgreich sein, wenn sie gesamthaft angegangen wird.

Die Regierung hält einen Aktionsplan mit Strategie und konkreten Massnahmen für ein geeignetes Instrument, um unter anderem die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und den Kanton als modernen und attraktiven Arbeitgeber zu positionieren.

Deshalb erarbeitet die Bündner Regierung einen Aktionsplan Gleichstellung für die Kantonale Verwaltung. Sie plant ein Vorgehen in vier Phasen:

  1. Um ein Gesamtbild der aktuellen Gleichstellungssituation in der kantonalen Verwaltung zu erhalten, ist eine Bestandesaufnahme in den Departementen bzw. deren Dienststellen sowie in der Standeskanzlei zu erheben. Diese soll einen Überblick über den Status Quo, die Entwicklungen, Herausforderungen und Möglichkeiten bieten und aufzeigen, ob und wo Handlungsbedarf besteht.
  2. Damit der Aktionsplan in der Kantonalen Verwaltung möglichst breit abgestützt ist, ist eine interdepartementale Arbeitsgruppe (IDAG) einzusetzen. Diese soll auf der Basis der Bestandesaufnahme Schwerpunkte setzen und Ziele definieren. In enger Zusammenarbeit mit den Departementen und der Standeskanzlei sollen, unter Berücksichtigung der unterschiedlichen betrieblichen und organisatorischen Gegebenheiten, passende Massnahmen entwickelt werden.
  3. Umsetzung der Massnahmen in den Departementen und der Standeskanzlei.
  4. Evaluation und Schlussbericht.

Dieser Auftrag bildet die Grundlage des Aktionsplans und nimmt einige strategische Entscheide bereits vorweg. Darauf aufbauend werden im vorliegenden Konzept die Strategie und Massnahmen des Aktionsplans verfeinert und wo nötig und sinnvoll auch angepasst.