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Gewalt in jugendlichen Beziehungen

Stereotype Vorstellungen von Männlichkeit und Weiblichkeit sind ein Risiko für die Gewaltbereitschaft bei Jugendlichen. Flirts, erste Liebesbeziehungen, das Entdecken und Ausprobieren der eigenen Sexualität, die Selbstinszenierung als Mann oder Frau spielen in der Pubertät eine wichtige Rolle. Untersuchungen zeigen, dass viele Mädchen und Jungen bereits in dieser prägenden Zeit erste Erfahrungen mit Beziehungsgewalt machen. Diese ist von aussen meist nicht sichtbar, doch die Folgen sind gravierend.

Wie setze ich als Mann oder Frau meine Grenzen? Was wünsche ich mir von meinen Kollegen und Kolleginnen? Wie sieht mein Selbstbild aus? Wie mein Bild des anderen Geschlechts? 

Respekt im Treff

Im Rahmen des Interventionsprojektes gegen Häusliche Gewalt entwickelten Christian Stalder (Projektverantwortlicher und Sozialpädagoge mit Fokus Männer-Bubenarbeit) zusammen mit Nicole Dobmann (Sozialpädagogin) für Jugendliche eine Plattform zum Austausch. Die Mädchen und Jungs konnten sich mit Wünschen und Bedürfnissen des eigenen sowie des anderen Geschlechts auseinander setzen und die Grenzen des Gegenübers erkennen und respektieren lernen.

Das Projekt wurde im Januar 2008 lanciert und realisierte Workshops in verschiedenen Jugendtreffs im Kanton. Insgesamt nahmen über 100 Jugendliche teil. Ende 2009 fand „Respekt im Treff“ seinen Abschluss als Teil des Bündner Interventionsprojekts gegen Häusliche Gewalt.

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