3. Bündner Mädchenparlament

Mädchenparlament überreicht fünf Petitionen

Am Mädchenparlement im Grossratssaal wurde mit Herzblut debattiert. Rund 100 Oberstufenschülerinnen aus dem ganzen Kanton diskutierten vor zahlreichem Publikum Anträge, die sie zuvor in Kommissionen erarbeitet hatten. Gespannt hörten Eltern, Lehrpersonen und weitere Interessierte den Nachwuchspolitikerinnen zu und waren beeindruckt von deren Engagement. Besonders intensiv wurden die Themen Mobbing, Gleichstellung und Flüchtlinge diskutiert.

Engagierte und gut informierte Mädchen

Es zeigte sich, dass sich die Mädchen äussert engagiert und mit viel Freude in der parlamentarischen Arbeit übten. Erstaunlich ist auch wie gut vorbereitet und informiert die Mädchen nach Chur reisten. Dies führte zu vielen interessanten und gehaltvollen Voten. Das Publikum konnte viel Talent und Potenzial für die allfällig künftige politische Arbeit erkennen.

Zu kleiner Frauenanteil im Parlament

Die Sitzungsleiterin Grossrätin Vera Stiffler betonte in ihrer Begrüssungsrede die Wichtigkeit einer ausgewogenen Vertretung der Geschlechter im Parlament. Dieses sollte ein Abbild der Gesellschaft sein, doch mit einem Frauenanteil von lediglich 19,6 Prozent erfülle man diesen Anspruch nicht. Auch die verschiedenen Altersgruppen seien unzureichend vertreten. Umso wichtiger sei es, die jungen Frauen schon früh für die Politik zu begeistern. Dies scheint am gestrigen Mädchenparlament gelungen zu sein.

Resultat einer engagierten Debatte

Insgesamt verabschiedeten die Schülerinnen fünf Anträge, die sie in Form von Petitionen der Standesvizepräsidentin Tina Gartmann-Albin zuhanden des Grossen Rates überreichten, mit folgenden Titeln:

Mobbing an Bündner Schulen geht zu weit

Einfachere und schnellere schulische Integration

Verstärkung des Frauenanteils in Politik und Wirtschaft

Verbesserung der Chancengleichheit

Vielfältige Lehrstellen in Randregionen schaffen

Tatkräftig unterstützt wurden die Mädchen von Grossrätinnen und Grossräten. Als Mentorinnen und Mentoren betreuten sie die Teilnehmerinnen während den Kommissionssitzungen und sorgten dafür, dass die Anträge auch den qualitativen Anforderungen gerecht werden, damit sie im Grossen Rat entsprechend behandelt werden können.

Spannende Eindrücke in die Debatte gibt auch ein Video zum Mädchenparlament 2017. Die Standeskanzlei hat die wichtigsten Momente festgehalten.

Ankündigung

Die Stabsstelle für Chancengleichheit bietet diese Veranstaltung im Rahmen des nationalen Zukunftstages am 9. November 2017 an. Die Mädchen bekommen die Chance, Einblick in die parlamentarische Arbeit zu gewinnen und das ganz konkret, indem sie selber Einsitz nehmen im Grossratssaal, sich mit politischen Fragen auseinandersetzen, Anträge erarbeiten und debattieren.

Die Teilnehmerinnen werden fachlich und persönlich von Grossrätinnen und Grossräten unterstützt.

Am Vormittag diskutieren sie in ihren Gruppen ein Thema und erarbeiten gemeinsam und mit Unterstützung der Mentorinnen und Mentoren Anträge mit konkreten Forderungen. Über diese Anträge wird am Nachmittag im Plenum debattiert und schliesslich darüber abgestimmt, ob sie als Petition dem Grossen Rat übergeben werden sollen.

Der Grosse Rat wird die Petitionen behandeln und einen Beschluss fassen. Im Besten Fall werden einige der Forderungen tatsächlich umgesetzt!

Eckdaten

Datum: Donnerstag, 9. November 2017
Zeit: ca. 9.45 Uhr bis 16.45 Uhr (Pause am Mittag und Nachmittag)
Ort: Grossratsgebäude, Chur
Anmeldefrist: 30. September 2017
Teilnehmerinnen: 100

Die Teilnahme ist kostenlos. Das Mittagessen und die Zwischenverpflegung werden offeriert.

Komm, mach mit!

Alle Mädchen der Oberstufe können teilnehmen. Am besten melden sie sich mit der Anmeldekarte, die Sie von ihrer Lehrperson bekommen haben an oder per E-Mail an info@chancengleichheit.gr.ch mit folgenden Angaben: Vorname,Name / Adresse / PLZ,Ort / Telefon / Mail / Klasse / Schule / Klassenlehrperson / Was mich interessiert

 

- Anmeldekarte

 

Bei der Anmeldung geben die Mädchen an, welche Themen sie interessieren. Mit der Teilnahmebestätigung werden sie gebeten, konkret anzugeben, was sie besonders stört oder was sie ändern möchten in Graubünden. Die Gruppeneinteilung erfolgt nach den Interessen, wobei die Mädchen zwei Pritoritäten angeben.