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Ausstellung «Kein Kinderspiel» vom 16.05. – 15.06.2019 im Haus Arcas in Chur

Die multimediale Wanderausstellung zu den Auswirkungen von Krieg, Verfolgung und Flucht auf die erste und zweite Generation von Flüchtlingen in der Schweiz ist ein Gemeinschaftsprojekt zwischen der interdisziplinären Plattform Face Migration und dem Schweizerischen Roten Kreuz. Auf Initiative der kantonalen Fachstelle Integration macht sie in Graubünden halt.

 

Mitten unter uns leben Menschen, die Opfer von Krieg, Folter und Verfolgung geworden sind und ihre Heimat verlassen mussten. Viele von ihnen haben dabei Unaussprechliches erlebt. Die gemachten traumatischen Erfahrungen wirken sich einschneidend auf ihren Lebensalltag und das Leben ihrer Kinder aus. Unser Vorstellungsvermögen reicht kaum aus, um nachzuvollziehen, was das für Betroffene bedeutet. Wie leben sie mit ihren seelischen Verletzungen? Finden sie je wieder Vertrauen ins Leben? Wie fassen sie Lebensmut? Was für Konsequenzen haben diese Erlebnisse auf ihr Vater- oder Muttersein? Welchen Einfluss haben die Erfahrungen auf ihre Kinder?

Im Rahmen des Langzeitprojekts «Kein Kinderspiel» wurden von Trauma betroffene Flüchtlinge und ihre Familien in ihrem Schweizer Alltag begleitet. In den verschiedenen Portraits schimmert leise und eindrucksvoll das Unaussprechliche des Traumas und seiner Folgen durch. Kinder von Betroffenen nehmen uns in ihre Lebenswelt mit und erzählen uns von ihren Erfahrungen und Wünschen. Wir lauschen den Dialogen zwischen Jugendlichen mit Fluchterfahrung und Schweizer Jugendlichen.

Eine Gelegenheit für Jugendliche zum Mitmachen, Mitdenken, Mitfühlen

Die Ausstellung eignet sich für den Besuch von Oberstufen- und Berufsschulklassen. Auf eine zugängliche Art und Weise erhalten Schülerinnen und Schüler einen Einblick in die Lebensgeschichte von Menschen, die von Krieg, Verfolgung und Flucht betroffen sind. Sie erfahren, wie traumatische Erlebnisse die Gefühle, Gedanken und Stimmungen von Betroffenen über längere Zeit beeinflussen können und welche Auswirkungen sie auf das Leben ihrer Familie haben. Die Ausstellung regt dazu an, sich mit Fragen wie «Welche Rolle spielt Heimat für dich?» oder «Gibt es in deiner Familie Fluchtgeschichten?» auseinanderzusetzen und erlaubt eine differenzierte Sicht auf das Thema Flucht und Migration.

Schulklassen können die Ausstellung sowohl mit einer Führung als auch selbständig besuchen. Es ist eine Anmeldung erforderlich. Eintritt und Führung sind kostenlos.

 

Weitere Informationen zur Ausstellung: www.integration.gr.ch