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Bündner Urkundenbuch (in german)

Wichtige Quellen für die Erforschung des Bündner Mittelalters

Urkunden gehören nebst Jahrzeitbüchern, Urbaren und Rödeln zu den wichtigen schriftlichen Quellen für die Erforschung des Bündner Mittelalters. Aus diesem Grund wurde das Bündner Urkundenbuch ins Leben gerufen. Es ist ein Quellenwerk, das zum Ziel hat, in einer ersten Etappe sämtliche Urkunden bis zum Jahr 1400, die in irgendeiner Weise das Gebiet des heutigen Kantons Graubünden betreffen, herauszugeben. Bei einem bündnerischen Aussteller, Empfänger oder Rechtsobjekt wird die Urkunde vollständig abgedruckt, sonst wird sie in Regestenform (bündnerische Zeugen, Schiedsrichter, Bürgen, Ausstellort u.a.) publiziert. Das Bündner Urkundenbuch ist schon deshalb von besonderer Bedeutung, weil es wie das Rätische Namenbuch oder die Kunstdenkmälerbände alle Regionen gleichwertig berücksichtigt. Von Anfang an leistet neben dem Kanton Graubünden der Schweizerische Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung einen wesentlichen finanziellen Beitrag an das Editionsunternehmen, ebenso wird dieses von der Historischen Gesellschaft Graubünden und der Stadt Chur unterstützt.


Ein Werk in 8 Bänden

Bereits 1947 ist der erste Faszikel des ersten Bandes erschienen. Das Editionsvorhaben erlebte allerdings nach 1970 einen Unterbruch und wurde erst 1991 wieder aufgenommen. Inzwischen sind fünf Bände von 600 bis 750 Seiten Umfang erschienen, umfassend die Urkunden von 390 bis 1350; Band 6 wird im ersten Quartal 2010 erscheinen und die Graubündner Urkunden von 1351 bis 1369 enthalten. Geplant ist die Fortsetzung des Werkes in zwei weiteren Bänden: Bd. 7 wird die Urkunden 1370-1385 und ein weiterer Band diejenigen der Jahre 1386-1400 umfassen.