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Regierungsmitteilung vom 04. Juni 2020

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Die Regierung übergibt die Stabsführung in der Coronakrise wieder dem Gesundheitsamt. Zudem genehmigt sie Projekte zur Untersuchung des Brienzer Rutsches und zur Instandsetzung der Italienischen Strasse in Mesocco.

Stabsführung in der Coronakrise wieder beim Gesundheitsamt

Während der letzten Wochen übernahm der Kantonale Führungsstab (KFS) die Stabsführung in der Coronakrise. Aufgrund des starken Rückgangs der Fallzahlen und der sich entspannenden Lage überträgt die Regierung die Leitung per 6. Juni 2020 wieder dem Gesundheitsamt. Mit einem der Pandemie angepassten Teilstab bleibt der KFS unter der Leitung des Amts für Militär und Zivilschutz unterstützend tätig. Der Stab widmet sich zudem der Nachbearbeitung und trifft Vorbereitungen für den Fall einer allfälligen zweiten Welle. Die Einsatzbereitschaft des Zivilschutzes zur Unterstützung des Gesundheitswesens wird vorderhand bis Ende Oktober 2020 sichergestellt.
Auskünfte erteilen ab 8. Juni 2020 wieder Departemente und Ämter, da die telefonische Hotline der Corona Kommunikationsstelle eingestellt wird. Die Mailadresse kfsinfo@amz.gr.ch wird für Auskünfte jedoch aufrechterhalten.

Während der letzten Wochen übernahm der Kantonale Führungsstab (KFS) die Stabsführung in der Coronakrise. Aufgrund des starken Rückgangs der Fallzahlen und der sich entspannenden Lage überträgt die Regierung die Leitung per 6. Juni 2020 wieder dem Gesundheitsamt.

"Rutschung Berg" in Brienz/Brinzauls soll untersucht werden

Die Regierung genehmigt das Projekt "Rutschung Brienz/Brinzauls – Grundlagenerhebung Rutschung Berg" der Gemeinde Albula/Alvra und spricht einen Kantonsbeitrag von rund 4,05 Millionen Franken.
In den vergangenen drei Jahren wurde mit einer grossangelegten Grundlagenerhebung der untere Teil der Rutschung, die sogenannte "Rutschung Dorf" untersucht. Während den letzten zwei Jahren hat sich die Rutschung sehr stark beschleunigt. Die Rutschgeschwindigkeit erreichte im Dorf bis zu 1,2 Meter pro Jahr. Von einem erheblich gefährdeten Gebiet spricht man bei einer Rutschgeschwindigkeit von über 10 Zentimeter pro Jahr. Im gleichen Zeitraum beschleunigte sich auch die Rutschung oberhalb des Dorfes, die sogenannte "Rutschung Berg". Die Verschiebungsgeschwindigkeiten betragen hier bis zu 6 Meter pro Jahr. Ein Bergsturz kann nicht ausgeschlossen werden.
Die Rutschungen in Brienz/Brinzauls sind sehr komplex und stellen derzeit eine der grössten Herausforderungen beim Umgang mit Massenbewegungen im Alpenraum dar. Im Rahmen des Projekts soll die vermutete Interaktion zwischen den beiden Rutschungsteilen untersucht werden, um sie besser verstehen zu können. Dazu werden weitere Bohrungen sowie weitere geologische und geophysikalische Untersuchungen vorgenommen. Aufgrund der Bergsturzgefahr und der Rutschgeschwindigkeit ist es wichtig, dass die Grundlagenerhebung und insbesondere die notwendigen Bohrungen bereits im Sommer 2020 durchgeführt werden.

Luftaufnahme des Brienzer Rutschs

Die Regierung genehmigt das Projekt "Rutschung Brienz/Brinzauls – Grundlagenerhebung Rutschung Berg" der Gemeinde Albula/Alvra und spricht einen Kantonsbeitrag von rund 4,05 Millionen Franken. 

Instandsetzung Italienische Strasse Mesocco mit Lärmsanierungsprojekt

Die Regierung genehmigt das Instandsetzungsprojekt der Italienischen Strasse innerhalb von Mesocco. Die Italienische Strasse führt von Chur Obertor über den San Bernardinopass bis an die Grenze vom Kanton Tessin. Im Innerortsbereich von Mesocco ist die Kantonsstrasse unübersichtlich und die Fussgängerinnen und Fussgänger haben keinen gebührenden Schutz gegenüber dem motorisierten Verkehr.
Im Rahmen des Projekts soll eine durchgehende Fussgängerverbindung geschaffen und unübersichtliche Engstellen entschärft werden. Ausserdem soll sowohl beim Dorfein- als auch beim Dorfausgang ein Fussgängerübergang mit Mittelinsel entstehen. Weiter sollen die Bushaltestellen soweit möglich behindertengerecht erstellt werden. Der Projektteil des Kantons beinhaltet im Wesentlichen die Erneuerung des Stras­senkörpers und geringfügige Korrekturen der Kantonsstrasse, soweit die umlie­gende Dorfstruktur dies zulässt.
Im Zusammenhang mit der Instandsetzung der Italienischen Strasse wurde auch ein Lärmsanierungsprojekt erstellt. So wird im Bereich der ortsbildprägenden Bauten die Natursteinpflästerung der Fahrbahn beibehalten und auf den rund 490 Metern neu Tempo 30, statt wie bisher Tempo 50, gelten.

Ortskern Mesocco Ortskern Mesocco

Die Regierung genehmigt das Instandsetzungsprojekt der Italienischen Strasse innerhalb von Mesocco.

Kantonsbeitrag für die Erneuerung der Wasserversorgung Alvaschein

Für die Erneuerung der Wasserversorgung Alvaschein der Gemeinde Albula/Alvra spricht die Regierung einen Beitrag von maximal 553 370 Franken.
Die Anlagen der Wasserversorgung Alvaschein sind sanierungsbedürftig. Das Projekt umfasst den Neubau des Reservoirs mit einer Brauchreserve von 100 Kubikmeter und einer Löschreserve von 250 Kubikmeter sowie die Erneuerung von Hauptzuleitungen auf einer Länge von circa 2,6 Kilometer.

Reservoir Aussenansicht

Für die Erneuerung der Wasserversorgung Alvaschein der Gemeinde Albula/Alvra spricht die Regierung einen Beitrag von maximal 553 370 Franken.

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Gremium: Regierung
Quelle: dt Standeskanzlei Graubünden