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Das dritte Seminar der Arbeitsgruppe REGIONALP geht am Donnerstag, 2. September 1999, in Chur über die Bühne (Calvensaal Sozialversicherungs-Anstalt, Ottostrasse 24). Hauptthemen sind die Beziehungen und Vorstellungen des Alpenraums im europäischen Kontext.
Das dritte Seminar der Arbeitsgruppe REGIONALP (Transnationale Raumentwicklung und Raumplanung im Alpenraum) befasst sich mit Themen, die für die weitere Entwicklung des Alpenraums von grosser Bedeutung sein werden. Im Kern geht es um die Beziehung des Alpenraums zum Europäischen Raumentwicklungs-Konzept EUREK wie auch zur Gemeinschaftsinitiative INTERREG III. Das Hauptziel des Seminars besteht darin, die Vorstellungen des (Ost-) Alpenraums zum demnächst anlaufenden INTERREG-III-Programm zu konkretisieren.
Die Europäische Kommission hat für den Zeitraum von 1997 bis 1999 die Förderung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Bereich der Raumordnung und Raumplanung als neues europäisches Schwerpunkt-Thema vorgegeben. Mit dem Projekt REGIONALP (Transnationale Raumentwicklung und Raumplanung in den Alpen) streben Österreich, Deutschland und Italien unter Einbezug der Nicht-EU-Länder Schweiz und Slowenien an, die transnationale Kooperation im (Ost-)Alpenraum zu verstärken. REGIONALP ist ein Projekt innerhalb des EU-Pilotaktions-Programms nach Art. 10 des Europäischen Fonds für Regionalentwicklung (EFRE). Das Hauptziel besteht darin, einen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung der alpinen Regionen als Lebens-, Wirtschafts- und Naturraum im Zusammenhang mit der europäischen und transnationalen Raumentwicklungs-Politik zu leisten.
Anlässlich des dritten REGIONALP-Seminars in Chur werden insbesondere die folgenden drei Themenkreise diskutiert:
- das Entwickeln von Informations- und Kooperations-Netzwerken, um die Zusammenarbeit und Koordination auf dem Gebiet der Raumplanung zu intensivieren,
- das Europäische Raumentwicklungskonzept (EUREK) aus Sicht des Alpenraums und erste Vorstellungen, wie dieses Konzept im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative INTERREG III umgesetzt werden könnte, und
- aufzeigen, wie der Alpenraum wirkungsvoll in der raumbezogenen europäischen Politik positioniert werden kann, um die Interessen und Anliegen der in den Alpen lebenden Menschen bewusst zu machen und effizient zu vertreten.
Die am Seminar versammelte Fachkompetenz im Bereich Raumplanung soll dazu genutzt werden, die Anforderungen ans INTERREG-III-Programm zu formulieren und die aus Sicht der Alpenländer wichtigen Themen in dieses Programm einzubringen. Dabei sollen sich die Inhalte wesentlich an die EUREK-Themen anlehnen.
Die von der EU-Kommission angestrebte transnationale und grenzüberschreitende Zusammenarbeit wird sich auch auf das Alpenland Schweiz auswirken. Es ist daher erfreulich, dass das Nicht-EU-Land Schweiz in diesem Prozess vertreten ist und das dritte Seminar der Arbeitsgruppe REGIONALP in partnerschaftlicher Zusammenarbeit zwischen dem Bayerischen Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen und dem Amt für Raumplanung Graubünden in Chur durchgeführt wird. Dieser Anlass bietet eine ausgezeichnete Gelegenheit, die Sicht der Alpen einzubringen. Entsprechend referiert der Bündner Regierungspräsident Klaus Huber denn auch zum Thema "Zukünftige Herausforderungen an den Alpenraum aus Sicht der Gebirgskantone".
Gremium: Departement des Innern und der Volkswirtschaft Graubünden
Quelle: dt Amt für Raumplanung
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