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Benutzung von elektrischen Trendfahrzeugen

Der Boom zu trendigen Fortbewegungsmitteln geht stetig weiter. Es ist nicht zu übersehen, dass Schülerinnen und Schüler im Kanton Graubünden auf ihrem Schulweg und in ihrer Freizeit zusehends auch Elektro-Trendfahrzeuge verwenden, sei es ein E-Bike, ein E-Trotti, ein Elektro-Scooter oder andere. In diesem Zusammenhang stellen wir vermehrt Fehlverhalten fest, welche meist auf Unwissenheit zurückzuführen sind.

Aus diesen Gründen möchten wir Sie gerne über die wichtigsten Vorschriften informieren:

  • Sämtliche E-Trendfahrzeuge dürfen erst ab dem 14. Altersjahr benutzt werden. Zudem muss man im Besitz des Führerausweises der Kat. M (Mofa) oder Kat. G (land- und forstwirtschaftliche Motorfahrzeuge) sein. Personen über 16 Jahre benötigen nur einen Führerschein der Kat. M oder Kat. G. für schnelle E-Bikes.
  • Das Benutzen des Trottoirs mit E-Trendfahrzeugen ist nicht gestattet, sie gehören auf die Strasse (Verkehrsregeln und Fahrverhalten analog Fahrräder).
  • Bei handelsüblichen E-Trendfahrzeugen handelt es sich um einplätzige Fahrzeuge. Fahrten zu zweit oder durch mehrere Personen gleichzeitig sind nicht erlaubt.
  • Auch am Tag müssen E-Trendfahrzeuge mit Licht fahren.
  • Ein Helm ist nicht in jedem Fall obligatorisch, wird aber stets empfohlen.
  • E-Trendfahrzeuge, wie Elektro-Smartwheel (Hoverboard), Elektro-Einrad (Monowheel) und Elektro-Skateboard haben keine Fahrzeugzulassung und dürfen auf öffentlichen Strassen nicht benutzt werden.

Merkblatt "Was gilt bei e-Trendfahrzeugen"

Merkblatt Trendfahrzeuge

Angebot für Kinder und Jugendliche

Nebst Referaten und Schulungen für Private, Institutionen und Unternehmen führen wir an den Schulen im Kanton Graubünden Unterricht zu verkehrs- und kriminalpolizeilichen Themen durch.

Kindergarten: Erste Schritte im Strassenverkehr

Damit die Kinder die ersten Schritte im Strassenverkehr sicher meistern können, zeigen wir ihnen im Verkehrsunterricht, wie sie sich zu Fuss im Strassenumfeld bewegen sollen. Unter Anleitung des Verkehrsinstruktors oder der Verkehrsinstruktorin üben sie unter anderem das richtige Verhalten auf dem Trottoir, am Fussgängerstreifen und beim Überqueren der Strasse.

Plakat Stoppen für Schulkinder
Bilder: VCS / Fussverkehr Schweiz

So ist der Verkehrsunterricht im Kindergarten aufgebaut:

Schwerpunkte:

"Warta-Luaga-Losa-Laufa" / Verhalten am Fussgängerstreifen, Gehen auf dem Trottoir, Überqueren der Fahrbahn, Sichtbarkeit (Leuchtgurt/Leuchtweste)

Umfang Kindergarten:

2 Lektionen Anschauungsunterricht im Kindergarten und praktisches Üben auf der öffentlichen Strasse

Ein Polizist begleitet die Kinder über den Fussgängerstreifen

Hinweis für die Eltern/Erziehungsberechtigten

Unser Verkehrsunterricht ersetzt nicht den wichtigen Teil: die Grundkenntnisse des Strassenverkehrs, die Sie den Kindern vermitteln müssen. Wenn Sie das richtige Verhalten regelmässig auf dem Nachhauseweg vom Kindergarten und in der Freizeit üben, fördert das die Selbständigkeit Ihrer Kinder im Strassenverkehr.

Mehr zum Thema "Kinder auf dem Schulweg"

Erste Klasse: Unterwegs zu Fuss

Auf dem Schulweg sammeln Kinder wichtige Erfahrungen: Sie schliessen Freundschaften, lernen den Umgang mit Konflikten und üben das richtige Verhalten im Strassenverkehr. Im Verkehrsunterricht thematisieren wir das sichere Verhalten und die wichtigsten Regeln und Signale für Fussgängerinnen und Fussgänger, Kickboards und Co.

Ziel ist, dass die Kinder den Schulweg selbstständig und sicher bewältigen können. Als Vorbereitung auf die ersten Fahrversuche mit dem Fahrrad auf der öffentlichen Strasse besuchen die Schülerinnen und Schüler teils schon in der 1. Klasse erstmals den Schüler-Verkehrsgarten.

Ein Polizist instruiert ein Kindergärtner wie er in Zizers beim Rathaus über den Fussgängerstreifen laufen muss

So ist der Verkehrsunterricht in der ersten Klasse aufgebaut:

Schwerpunkte:

"Warta-Luaga-Losa-Laufa" / Verhalten am Fussgängerstreifen, Überqueren der Fahrbahn, einfache Gefahrensituationen erkennen

Umfang 1. Klasse:

2 Lektionen Anschauungsunterricht im Schulzimmer und praktisches Üben im Strassenumfeld

Hinweis für die Eltern/Erziehungsberechtigten:

Bereiten Sie das Kind auf den Schulweg vor: Üben Sie mit ihm den Weg, zeigen und erklären Sie ihm spezielle Situationen. Thematisieren Sie auch, dass es immer dieselbe Route wählen soll. So bringen Sie Ihrem Kind das richtige Verhalten auf und neben der Strasse bei und es lernt, den Schulweg zu Fuss und später mit dem Velo allein zu bewältigen.

Mehr zum Thema: "Kinder auf dem Schulweg"

2. bis 5. Klasse: Unterwegs mit dem Velo – Verkehrsregeln kennen

Von der 2. bis zur 5. Klasse steht das Velo im Zentrum unseres Verkehrsunterrichts. Schritt für Schritt lernen die Kinder, sich auf zwei Rädern sicher im Strassenverkehr zu bewegen.

Dem praktischen Velofahrunterricht im temporären Schüler-Verkehrsgarten – welchen die Schülerinnen und Schüler innerhalb ihrer Primarschulzeit mindestens einmal besuchen können – und auf der öffentlichen Strasse kommt dabei besondere Bedeutung zu.

Schüler üben das richtige Verhalten im Strassenverkehr auf einem Platz auf der Lenzerheide in unserem Verkehrsgarten

Neben den Regeln und Vorschriften lernen die Kinder insbesondere, Gefahrensituationen im Strassenraum frühzeitig zu erkennen, das eigene Verhalten situativ anzupassen und so Unfälle zu vermeiden. Mit Lernkontrollen während dem Unterricht überprüfen wir dabei die theoretischen Grundkenntnisse.

Kinder im Schulzimmer lösen Aufgaben im Zusammenhang mit dem Verkehrsunterrichts

So ist der Verkehrsunterricht in der 2. bis zur 5. Klasse aufgebaut:

Umfang 2. Klasse:

2 Lektionen Theorie im Schulzimmer

Schwerpunkte:

Verhalten am Fussgängerstreifen / beim Überqueren der Fahrbahn ("Warta-Luaga-Losa-Laufa"), einfache Gefahrensituationen erkennen, Regeln und Signale für Fussgängerinnen und Fussgänger, Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer und fahrzeugähnliche Geräte (fäG), Ausrüstung und Sichtbarkeit, Notrufnummern

Verschiedene Trendfahrzeuge

Umfang 3. Klasse:

2 Lektionen Theorie im Schulzimmer

Schwerpunkte:

Strassensignale, Notrufnummern

Strassensignale und Notrufnummern

Umfang 4. Klasse

2 Lektionen Theorie im Schulzimmer

Schwerpunkte:

Velo- und Schutzausrüstung (Helm), richtiges Verhalten beim Abbiegen / beim Fahrstreifenwechsel / im Kreisverkehr, Notrufnummern

Das richtige Befahren eines Kreisels und die Ausrüstung am Fahrrad

Umfang 5. Klasse:

2 Lektionen Theorie im Schulzimmer; je nach Bedarf zusätzlich 1 Lektion Velofahrpraxis auf öffentlicher Strasse

Schwerpunkte:

Vortrittsregeln, Gefahrensituationen, "Toter Winkel", Fahren mit dem Velo auf der Strasse (je nach Bedarf): Geschwindigkeit, Spurgestaltung, Blicktechnik, Zeichengabe, Bremstechnik, richtiges Verhalten beim Abbiegen / beim Fahrstreifenwechsel / im Kreisverkehr, Notrufnummern

Richtiges Einspuren und der Tote Winkel bei Lastwagen

Hinweis für die Eltern/Erziehungsberechtigten

Sich sicher mit dem Velo im Strassenverkehr zu bewegen, muss gelernt sein. Helfen Sie Ihrem Kind dabei, indem Sie mit ihm regelmässig das Velofahren und das richtige Verhalten im Strassenverkehr üben. Die wichtigsten Unterlagen und einfache praktische Übungen finden Sie hier: Verkehrsinstruktion

Schülerverkehrsgarten

Im Rahmen der alljährlichen Ausbildung im Bereiche der Verkehrsinstruktion, sind die Verkehrsinstruktorinnen und Verkehrsinstruktoren der Kantonspolizei Graubünden während einem Schuljahr an ca. 4 bis 6 Standorten mit dem temporären Schülerverkehrsgarten in verschiedenen Regionen vom Kanton unterwegs. Das Ziel ist, dass jede Primarschülerin und jeder Primarschüler während seiner Schulzeit mindestens einmal in den Genuss der Schulung im Verkehrsgarten kommt.

Ein Verkehrsinstruktor erklärt den Kindern im Schülerverkehrsgarten das richtige Verhalten beim Fahrradfahren
 

Im temporären Verkehrsgarten bzw. auf einem abgesicherten Platz (Schonraum) werden sämtliche Primarklassen während einer Stunde das Radfahren praktisch üben und erlernen. Ebenso werden die wichtigsten Signalisationen und Vortrittsregeln, welche auf der Strasse angetroffen werden, erlernt und instruiert.

Video