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Session: 22.10.2019

Die Diskussionen im Vorfeld der parlamentarischen Behandlung des Auftrags von Grossrätin Holzinger-Loretz betreffend Ausbildung HF Pflege haben offenbart, dass die Informationsbasis mangelhaft bzw. nicht vorhanden ist. Damit Entscheide auf der Basis gesicherter und überprüfbarer Daten gefällt werden können, ersuchen wir die Regierung um Beantwortung folgender Fragen. Dabei kann mit Hilfe einer tabellarischen Darstellung geantwortet werden.

1.     Wie viele Personen sind, bzw. waren im Kanton Graubünden in den Jahren 2017, 2018 und 2019 als Fachangestellte Gesundheit oder als Pflegefachpersonen HF und FH in Ausbildung, dies in den Bereichen:

-     Alterspflege
-     Akut
-     Psychiatrie
-     und Spitex?

Wie viele davon waren bzw. sind nicht am Bildungszentrum Gesundheit und Soziales (BGS) in Ausbildung und in welchen Betrieben im Kanton absolvieren diese Personen ihre praktische Ausbildung in den genannten Bereichen?

2.     Wie hoch ist die aktuelle Berufsverweildauer in Graubünden bei den Fachangestellten Gesundheit und den Pflegefachpersonen HF und FH?

3.     Wie viele Fachangestellte Gesundheit und Pflegfachpersonen HF und FH werden in den nächsten zehn Jahren in Graubünden pensioniert?

4.     Wie viele unbesetzte Stellen von Fachangestellten Gesundheit und Pflegefachpersonen HF und FH gibt es im Kanton Graubünden?

5.     Wie hoch ist die durchschnittliche jährliche Fluktuationsrate in den letzten fünf Jahren in den Bereichen:

-     Alterspflege
-     Akut
-     Psychiatrie
-     und Spitex?

6.     Wie hoch ist der Bedarf an Fachangestellten Gesundheit und Pflegefachpersonen HF und FH für die Jahre 2020 bis 2025 in den Bereichen:

-     Alterspflege
-     Akut
-     Psychiatrie
-     und Spitex?

Chur, 22. Oktober 2019

Bondolfi, Caluori, Atanes, Baselgia-Brunner, Cahenzli-Philipp, Cantieni, Casutt-Derungs, Cavegn, Caviezel (Chur), Censi, Crameri, Degiacomi, Della Cà, Deplazes (Rabius), Derungs, Dürler, Epp, Florin-Caluori, Föhn, Gartmann-Albin, Gasser (Chur), Hofmann, Horrer, Kohler, Kunfermann, Loepfe, Maissen, Märchy-Caduff, Michael (Castasegna), Müller (Felsberg), Niggli-Mathis (Grüsch), Noi-Togni, Papa, Paterlini, Perl, Preisig, Rettich, Ruckstuhl, Rutishauser, Sax, Schmid, Schneider, Schwärzel, Tomaschett (Breil), Tomaschett-Berther (Trun), Ulber, von Ballmoos, Wellig, Widmer (Felsberg), Wilhelm, Zanetti (Landquart), Bürgi-Büchel, Pajic, Spadarotto

Antwort der Regierung

Dem Gesundheitsamt liegen aufgrund der durchgeführten vergangenheitsbezogenen Revisionen in den Betrieben nur die erhobenen Zahlen der Vorjahre vor. Mit Ausnahme der revidierten Ausbildungszahlen 2017 und 2018 mussten deshalb alle Angaben bei den Betrieben kurzfristig eingeholt werden. Aufgrund der zeitlichen Vorgaben und der Tatsache, dass die Revision der Daten 2019 erst im kommenden Jahr ansteht, konnte das Gesundheitsamt die Angaben für das laufende Jahr 2019 beziehungsweise die nachfolgenden Jahre nicht plausibilisieren. Diese Angaben sind deshalb als Selbstdeklaration der Betriebe zu verstehen. 

Zu Frage 1: Anzahl Personen in Ausbildung

-Bei den nicht am Bildungszentrum Gesundheit und Soziales (BGS) in FAGE-Ausbildung stehenden Personen handelt es sich überwiegend um italienischsprachige Personen, welche eine Schule im Kanton Tessin besuchen, bei der HF-Ausbildung um Personen, welche an anderen HF-Schulen in der Ostschweiz ausgebildet werden. 

Zu Frage 2: Berufsverweildauer des Pflegepersonals

Diese Frage lässt sich nicht beantworten. Dazu müssten diejenigen Personen befragt werden, die den Beruf aufgegeben haben. Diese Personen sind jedoch in den einzureichenden Statistiken nicht mehr enthalten.

Gemäss einer Masterarbeit an der Universität Bern im Rahmen des Nachdiplomstudiums Management im Gesundheitswesen zur "Berufsverweildauer von diplomierten Pflegefachpersonen im Kanton Bern und Analyse der relevanten Einflussfaktoren" aus dem Jahr 2018 ergab sich eine durchschnittliche Berufsverweildauer von rund 22 Jahren.

Zu Frage 3: Pensionierungen in den nächsten zehn Jahren

-
Die tiefe Anzahl anstehender Pensionierungen bei den FAGE ist im Umstand begründet, dass diese Ausbildung erst seit wenigen Jahren angeboten wird.

Zu Frage 4: Aktuell unbesetzte Stellenprozent

-
Die hohe Anzahl unbesetzter Stellen von HF-Pflegepersonal liegt darin begründet, dass deren Rekrutierung sich seit Jahren schwieriger gestaltet als die Rekrutierung von FAGE-Personal.
   

Zu Frage 5: Durchschnittliche jährliche Fluktuationsraten gemäss Angaben der Betriebe

-
 Zu Frage 6: Zukünftiger Bedarf an Personal in Stellenprozent gemäss Schätzungen der Betriebe

-  08. Januar 2020