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Anfrage Geisseler betreffend Verlagerung des Güterverkehrs von der Strasse auf die Schiene

Session: 12.02.2020

Für den «Transitkanton» Graubünden ist die Verlagerung des Güterverkehrs von der Strasse auf die Schiene von zentraler Bedeutung. Einerseits ist der Transport mit der Bahn energieeffizienter und damit auch umweltschonender als mit dem Lastwagen. Andererseits reduziert die Verlagerung von Gütern auf die Schiene auch das Verkehrsaufkommen auf den Graubündner Strassen, die durch den Individualverkehr teilweise bereits an ihre Grenzen stossen, beispielsweise auf der San-Bernardino-Route.

Um die Verlagerung des Güterverkehrs von der Strasse auf die Schiene zu fördern, hat der Bund im November 2019 neue Massnahmen beschlossen. Auch der Kanton Graubünden fördert die Verlagerung von Gütern von der Strasse auf die Schiene. So intensiviert auch die Rhätische Bahn (RhB) diesbezüglich ihre Bestrebungen. Dies äussert sich beispielweise im Anstieg der durch die RhB beförderten Güter, oder im Ausbau des RhB-Güterverkehrsnetzes.

Und trotzdem ist in Bezug auf die Verlagerung des Güterverkehrs von der Strasse auf die Schiene in Graubünden noch sehr viel Potential vorhanden. Vor diesem Hintergrund ersuchen die Unterzeichnenden die Regierung um die Beantwortung folgender Fragen:

1.     Teilt die Regierung die Ansicht der Unterzeichnenden, dass die Verlagerung des Güterverkehrs von der Strasse auf die Schiene für den Kanton Graubünden von grosser Bedeutung ist, und der Kanton diesbezüglich noch über grosses Ausbaupotential verfügt?

2.     Plant die Regierung die Verlagerung des Güterverkehrs von der Strasse auf die Schiene zukünftig stärker zu fördern (analog zum Bund)? Beispielsweise mit der (Teil-)Finanzierung konkreter Projekte der RhB?

3.     Ist die Regierung bereit, mit der RhB in den Dialog zu treten, um auf die Umsetzung aktueller Projekte, die zur Förderung der Verlagerung des Güterverkehrs von der Strasse auf die Schiene beitragen, hinzuwirken?

4.     Im Rahmen des Auftrag Wilhelm betreffend Green Deal für Graubünden: Klimaschutz als Chance nutzen, wurde die Regierung damit beauftragt, einen umfassenden Aktionsplan «Green Deal für Graubünden» vorzulegen, der konkrete und wirksame Massnahmen zum Klimaschutz enthält. Beabsichtigt die Regierung, dabei auch die Förderung der Verlagerung des Güterverkehrs von der Strasse auf die Schiene in den Aktionsplan einfliessen zu lassen?

Chur, 12. Februar 2020

Geisseler, Tanner, Wilhelm, Atanes, Berther, Buchli-Mannhart, Cahenzli-Philipp, Caluori, Cantieni, Cavegn, Crameri, Epp, Fasani, Flütsch (Splügen), Gartmann-Albin, Gasser, Hefti, Hofmann, Kunfermann, Loepfe, Natter, Noi-Togni, Perl, Preisig, Rettich, Rüegg, Rutishauser, Sax, Schneider, Schutz, Widmer-Spreiter (Chur), Zanetti (Sent), Spadarotto, Stieger