Navigation

Seiteninhalt

Roveredo: viel Glück für 14 Asylbewerber in den Bündner Bergen

  • Erste Mitteilung
  • Neuen Beitrag einfügen
Am Montagmorgen wurde oberhalb Roveredo eine grössere Gruppe von Personen in verwahrlostem Zustand festgestellt. Nach Eingang dieser Meldung bei der Kantonspolizei Graubünden, wurde die Gruppe gesucht und in der Gegend von Laura aufgefunden. Bei der Gruppe handelte es sich um zwei Kleinkinder, vier Frauen und acht Männer. Die Gruppe stammt aus dem Krisengebiet Kosovo und will in der Schweiz um Hilfe und Aufnahme bitten.
Nachdem am Montag bei der Kantonspolizei Roveredo die Meldung einging, wonach eine sehr schlecht ausgerüstete und nur langsam vorwärtskommende Gruppe von Personen, zu Fuss vom Passo S. Jorio in Richtung Roveredo unterwegs sei, rückten die Beamten unverzüglich aus. Oberhalb von Roveredo, im Gebiet von Laura, konnte die Gruppe angetroffen und überprüft werden. Dabei stellten die Beamten fest, dass es sich um illegal eingereiste Asylbewerber handelt. Eine Frau, die den Pass S. Jorio (2000 M.ü.M.) zusammen mit den anderen, zu Fuss überquert hatte, hielt ein zwei Wochen altes Mädchen in den Armen. Das Baby machte einen krankhaften Eindruck und wurde deshalb mit Mutter, Vater sowie ihrem 4jährigen Schwesterchen sofort ins Altersheim nach Roveredo transportiert. Nachdem sie dort vorerst durch Pflegerinnen betreut wurden, konnte eine Ärztin zur genaueren Kontrolle der Kinder beigezeogen werden. Nachträglich wurde die Mutter sowie ihre beiden Töchter, die unterernähert in der Schweiz eintrafen, zur Erholung in die Klink Roveredo untergebracht. Die weiteren Mitglieder der Gruppe, drei Frauen und acht Männer wurden vorerst nach Roveredo transportiert. In Absprache mit der Fremdenpolizei wurden sie am Nachmittag nach Chiasso, ins Aufnahmezentrum transportiert.
Gemäss ihren Angaben wurde die ganze Gruppe bei Dunkelheit, selbstverständlich nach Entrichtung eines grösseren Geldbetrages von Schleppern in die Nähe des Passo S. Jorio an der Schweizergrenze begleitet. Dort wurde ihnen die ungefähre Marschrichtung für den Weg in die Schweiz erläutert. In Turn- oder Halbschuhe sowie schlechter Bekleidung machten sie sich auf den Weg in Richtung Grenze und von dort ins Misoxertal. Nach längerem Marsch über Schneefelder und hartgefrorene Wege gelangten sie auf Schweizerboden. Dort, am Berghang sollten sie, wie von den Schleppern versprochen abgeholt und in der Schweiz, wo ist ihnen nicht bekannt, sicher untergebracht werden. Leider wurden sie aber nicht wie vereinbart unterhalb der Grenze abgeholt, sondern sich selbst überlassen. Um sich nicht der Gefahr einer Erkrankung auszusetzen entschlossen sie, weiter ins Tal hinunter zu gehen. Auf diesem Weg wurden sie von Beamten aufgefunden und zu Tal transportiert.
Quelle: Kantonspolizei Graubünden
Neuer Artikel