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Davos: Fenster am Kongresszentrum mit Feuerwerk beschädigt

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br> Der gestern kurz vor Mitternacht auf Fenster des Davoser Kongresszentrum verübte Anschlag erfolgte mittels Knallraketen und richtet sich gegen das World Economic Forum (WEF). Personen kamen nicht zu Schaden.
Beim Anschlag am späten Samstag Abend auf Fenster des Kongresszentrums in Davos wurde nicht Sprengstoff, sondern pyrotechnische Knallraketen, also Feuerwerk, verwendet. Der Sachschaden beträgt nach ersten Schätzungen rund 15 000 Franken. Die Sachbeschädigung war durch den Kontrolldienst der Securitas kurz vor Mitternacht festgestellt worden.
Die noch unbekannten Täter hatten mit pyrotechnischen Knallraketen zwei Panzerglasfenster an der Südseite des Kongresszentrums in Davos beschädigt. Der Wissenschaftliche Forschungsdienst (WFD) Zürich hat festgestellt, dass kein Sprengstoff, sondern Knallraketen wie sie an Feuerwerken abgefeuert werden verwendet worden ist. Die verwendeten Knallraketen sind in der Schweiz ausgenommen für Jugendliche frei erhältlich.
Die Täter werden im Umfeld der WTO-Gegner vermutet. Verschiedenen Medien waren nach Mitternacht Bekennerschreiben mit folgendem Inhalt zugestellt worden:
"ANGRIFF ALS AUFTAKT ZUM WEF IN DAVOS MIT RAKETEN. UNSER ANGRIFF GEGEN DEN ZUSAMMENGEROTTETEN HAUFEN DER REGIERENDEN IST EIN SYMBOLISCHER BEITRAG ZUR STÖRUNG IHRES TREFFENS IM RUHIGEN HINTERLAND. ERKLÄRUNG FOLGT. FUER REVOLUTIONAERE PERSP."
Obwohl kein Sprengstoff verwendet wurde, liegt die Zuständigkeit zur Strafverfolgung bei den Bundesbehörden. Die bestimmungswidrige Verwendung pyrotechnischer Gegenstände - namentlich zu Sprengzwecken - fällt unter die Sprengstoffartikel des Strafgesetzbuches. Die weiteren Ermittlungen werden deshalb unter Leitung der Bundesanwaltschaft durch die Bundespolizei und die Kantonspolizei Graubünden durchgeführt.

Informationsdienst BAP: Telefon +41 (0)31 322 77 88 - Fax +41 (0)31 322 77 87 - Website "http://www.admin.ch/bap"

Quelle: Bundesamt für Polizei - EIDG. JUSTIZ- UND POLIZEIDEPARTEMENT
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