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Chur: Vorsicht - Wieder einmal lockt das schnelle Geld

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In Graubünden, aber auch weit darüber hinaus, wird erneut mit verschiedenen Systemen versucht, Gutgläubige schriftlich mit leeren Gewinnversprechungen um ihr Geld zu bringen. Die Kantonspolizei Graubünden empfiehlt den Empfängern solcher Schreiben mit den Absendern weder schriftlich noch telefonisch in irgendwelchen Kontakt zu treten und unter keinen Umständen persönliche und vertrauliche Daten bekanntzugeben.
Neben den klassischen und verbotenen Schneeballsystemen sind heute vermehrt ausländische Anbieter mit unseriösen Angeboten auf dem Markt, welche versuchen, persönliche Informationen und vertrauliche Angaben zu gewinnen, mit welchen den Betrügern später Tür und Angel offenstehen für weitere kriminelle Aktivitäten.

Der Kantonspolizei Graubünden hat in letzter Zeit von folgenden Aktivitäten erfahren:
Unter der Bezeichnung ALWS werden wahllos Leute von einem nicht näher bekannten Anbieter mit einer Briefkastenadresse in Australien angeschrieben und ihnen mitgeteilt, dass sie in den Kreis der internationalen Lottogewinner aufgenommen worden seien. Es könne die als Pauschalsumme auszahlbare und in Australien steuerfreie Summe von US$ 2,3 Mio gewonnen werden, wenn sFr 10.- an die ALWS in Australien einbezahlt würden. Es ist davon auszugehen, dass es dem Anbieter lediglich um den Erhalt der Fr. 10.- geht und kein Gewinn ausbezahlt wird.

Durch ein ENTITLEMENT BUREAUF CANADA wird den Leuten ein sogenannter Noticed of Entitlement zugestellt, bei welchem es sich um einen nichtunterzeichneten, vom Büro in Canada ausgestellten Check über US$ 5'000.- handelt. Die Empfänger werden angewiesen, US$ 39.95 in den dem Schreiben beigeführten Briefumschlag zu stecken und zurückzusenden. Zudem muss ein sog. Claim Request Form mit den Bankverbindungen ausgefüllt werden. Wenn dies gemacht werde, erhalte man die Summe von US$ 5'000.-ausbezahlt. Auch hier ist davon auszugehen, dass die versprochene Summe nicht ausbezahlt wird. Im weiteren besteht die Gefahr, dass die die Bankverbindungen missbraucht werden.

Die Firma Heinz Goldmann Telecom aus Frankfurt am Main (Deutschland) teilt den Swisscom Telefonabonnenten mit, dass sie automatisch an unserem grossen europäischen Frühjahrs-Preisausschreiben unter 1‘000'000 beteiligt seien und einen unserer 5000 fantastischen Preise gewonnen hätten. Um die rechtmässige Auszahlung auf das persönliche Bankkonto bis spätestens am 31. Dezember 2000 vornehmen zu können, sei die Gewinnbestätigung über sFr. 2'590.- unterschrieben zurückzusenden und darauf die persönlichen Bankverbindungen anzugeben. Wie die Swisscom in ihrer Pressemitteilung anfangs Oktober 2000 mitgeteilt hat, missbrauche die Firma Goldmann ganz eindeutig den namen Swisscom für dieses unseriöse Gewinnspiel.

Unter der Bezeichnung IVH wird den Leuten von einer nicht näher bezeichneten Firma in D-60544 Frankfurt am Main mitgeteilt, dass die Empfänger zu den Gewinnern gehören würden, welche an einer unter der Aufsicht eines staatlich vereidigten Notars erfolgten Verlosung einen nicht näher bezeichneten Geldbetrag gewonnen hätten. Die "Gewinner" werden angewiesen, unbedingt täglich unter der gebührenpflichtigen Gewinnhotline-Nummer 0901/57 87 37 (max Sfr 4.23 pro Minute) anzurufen um zu fragen, wieviel sie gewonnen hätten, weil täglich gewonnen werden könne. Den Anbietern scheint es hier vor allem um die Erzielung hoher Telefongebühren zu gehen.

Quelle: Kantonspolizei Graubünden

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