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Unwetter: Situation in den betroffenen Gebieten weiter prekär

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(Medienmitteilung des Kantonalen Führungsstabes)

Trotz nachlassenden Niederschlägen präsentiert sich die Situation in den Bündner Unwettergebieten weiterhin schwierig. Die Aufräumarbeiten wurden zwar weitergeführt, doch konnten nur vereinzelt evakuierte Personen in ihre Häuser zurückkehren. Dies teilte der kantonale Führungsstab am Dienstag mit.
Auch am vierten Tag nach dem Einsetzen der grossen Niederschläge präsentiert sich die Situation vor allem in den am stärksten betroffenen Gebieten im Bündner Oberland, Rueun und Schlans, weiterhin schwierig. Fachkräfte aus den Regionen und der kantonalen Verwaltung befinden sich in den Krisengebieten und unterstützen die Gemeindebehörden bei ihrem Vorgehen. Zudem helfen 300 Zivilschutzangehörige aus der Region in den betroffenen Gemeinden. Trotz nachlassender Niederschläge besteht jedoch die Gefahr, dass weitere Hänge abrutschen könnten, was die Aufräumarbeiten stark behindert. Aus Sicherheitsgründen konnten denn auch nur wenige der evakuierten Personen in ihre Häuser zurückkehren. Allerdings ist die Versorgung in den betroffenen Gemeinden mit Gütern des täglichen Bedarfs wieder gewährleistet. Ebenfalls sichergestellt ist die Trinkwasserversorgung.
Die RhB und das kantonale Tiefbauamt sind mit grossem Einsatz daran, die unterbrochenen Strecken wieder befahrbar zu machen, doch sind einerseits riesige Erdmassen wegzuschaffen, andererseits besteht die Gefahr, dass weitere Schlammlawinen niedergehen, was die Arbeit stark behindert. Ebenfalls im Dauereinsatz stehen Mitarbeiter der Swisscom, die die zerstörten Telefon- und TV-Netze reparieren.

Militär ab Mittwoch im Einsatz

Ab Mittwoch Morgen werden auch 400 Mann des Genie-Bataillons 27, die ursprünglich für Abbauarbeiten bei der Expo vorgesehen waren, zum Einsatz gelangen. In verdankenswerter und unbürokratischer Weise hat die Armee hier in kürzester Zeit Hilfe zur Verfügung gestellt. Die Bevölkerung wird in diesem Zusammenhang gebeten, in und auf der Zufahrt zu den betroffenen Gebieten den Verkehr und die Arbeit der Hilfsequipen nicht zu behindern.
Sehr erfreut zeigen sich die betroffenen Gemeinden und die kantonalen Behörden ob der grossen Sympathie der Schweizer Bevölkerung. So werden noch diese Woche 50 Zivilschutzangehörige aus Basel im Bündner Oberland zum Einsatz gelangen und von den Zivilschutzorganisationen in den Kantonen St. Gallen, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Thurgau, Zürich, Schaffhausen, Wallis und Nidwalden sind Hilfsangebote beim kantonalen Amt für Zivilschutz und Katastrophenhilfe eingegangen. Auf dieses Angebot wird vor allem im Jahr 2003 zurückgegriffen, weil gegenwärtig auf den Schadenplätzen und Verkehrswegen nicht genügend Freiraum besteht, noch mehr Rettungsformationen einzusetzen, ohne eine gegenseitige Behinderung zu vermeiden.
In Bezug auf den Hilfs-Einsatz der Armee ist zu beachten, dass von Privaten keine Gesuche direkt an die Armee zu richten sind. Hilfsgesuche für Armeeeinsätze sind ausschliesslich durch die Gemeindebehörden an den kantonalen Führungsstab zu beantragen.

Quelle: Kantonaler Führungsstab
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