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In der kantonalen IV-Stelle, einem Bereich der Sozialversicherungsanstalt Graubünden, sind in den letzten Monaten ein Leistungsabfall und eine hohe Personalfluktuation festgestellt worden. Beides dürfte zumindest teilweise Folge der Integration und der Kantonalisierung der IV-Stelle sein. Dass der anhaltend schleppende Wirtschaftsverlauf die Arbeit nicht erleichtert, liegt ebenfalls auf der Hand. Die kritischen Stimmen zur kantonalen IV-Stelle sind jedoch nicht verstummt, weshalb nach Rücksprache mit dem Bundesamt für Sozialversicherungswesen in Bern noch Ende 1996 ein im Kanton Graubünden ansässiges international tätiges Beratungsunternehmen mit einer Analyse der IV-Stelle beauftragt worden ist. Die Analyse ist inzwischen abgeschlossen worden und hat zu folgenden Erkenntnissen geführt:

Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen stehen zur IV-Stelle, an sich befriedigt die Arbeit.
Es bestehen Defizite im Führungs-, nicht jedoch im Fachbereich.
Fehlendes Vertrauen in die Führung und daraus resultierendes schlechtes Betriebsklima haben zur erwähnten Personalfluktuation geführt.

In der Absicht, einen weiteren Know-How-Verlust durch Kündigungen von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen zu stoppen, deren Vertrauen in die Führung wiederherzustellen und das Betriebsklima nachhaltig zu verbessern, empfiehlt das Beratungsunternehmen eine ganze Reihe von Massnahmen. Dazu gehören unter anderem einfachere Arbeitsabläufe, ein besserer Informationsaustausch, das Fördern des Teamkonzepts (Berufsberatung, Kreisleiter), das Straffen der Ausbildung etc. Ferner soll der bisherige Leiter der IV-Stelle von Führungsaufgaben entlastet werden. Er übernimmt in der Sozialversicherungsanstalt eine neue Aufgabe mit Fach-Schwergewicht.
Bis ein neuer Leiter für die IV-Stelle gefunden ist, wird die Führung interimistisch einem Dreier-Team übertragen, das die fachliche bzw. Führungs- und Personalverantwortung unter sich aufteilt. Diese Regelung tritt auf den 15. Mai 1997 in Kraft.

Weitere Auskünfte erteilen:
Regierungspräsident Dr. Aluis Maissen, Tel. 081-257 32 01
Willi Berger, Departementssekretär FMD, Tel. 081-257 32 11
Jahr: 1998
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