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Wildschwein in Graubünden erlegt

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Im Gebiet "Bassa", Gemeinde San Vittore, brach ein gezielter Schuss den Drang eines Keilers (männliches Wildschwein), sich mit einer Sau (weibliches Hausschwein) zu paaren.

In den letzten zwei Jahren, jeweils im Spätherbst, hatte ein Schweinezüchter einen Keiler auf seinem Gut gesichtet, der Interesse für seine freilaufenden Muttersauen zeigte. Der Eber (männliches Hausschwein), obwohl viel grösser, zog es vor, sich zu verziehen. Der Verehrer aus der Wildbahn hatte parziellen Erfolg. Jeweils nach der Tragzeit gebar die Sau eine Anzahl Junge, wovon ein Teil das Kleid des Keilers trug.
Schlechter erging es dem Hofhund. Bei der Verteidigung verletzte ihn der Eindringling schwer. Die veterinärmedizinische Kunst des Doktors Jürg Eitel konnte ihn nicht mehr retten. Ein anderer Hund, der seine Herrin in der Umgebung begleitete, suchte sein Heil in der Flucht.
Auf die Aufgabe gut vorbereitet, erlegte Wildhüter Romolo Giulietti den Keiler, ein stattliches Exemplar von 91 Kg.
Im Kanton Graubünden wurden Wildschweine letztmals im Jahre 1952 in der Bündner Herrschaft erlegt. Vor 2 Jahren wurde ein Überläufer (1-jähriger Keiler) unter den Felsen bei Trimmis tot aufgefunden.
Im Kanton Tessin haben sich die Wildschweine in den letzten Jahren stark verbreitet und für einiges Aufsehen gesorgt.
JAGD- UND FISCHEREIINSPEKTORAT GRAUBÜNDEN

Dr. Peider Ratti
Jahr: 1998
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