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Arbeitsgemeinschaft Alpenländer - Ein Forum der Öffnung für Graubünden

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Dr. Claudio Riesen, Mitglied des Leitungsausschusses der ARGE ALP

Die Arbeitsgemeinschaft Alpenländer (ARGE ALP) feiert dieses Jahr ihr 25-Jahr-
Jubiläum. Als eigentliche Pionierorganisation unter dem Motto "Nachbarn im Herzen Europas" gegründet, ist sie heute als Institution der regionalen Zusammenarbeit im Alpenraum nicht mehr wegzudenken. Ein enges Beziehungsnetz in den Bereichen von Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Kultur hat es ermöglicht, die alpenspezifischen Interessen der direkt betroffenen Regionen und Bevölkerungen zu koordinieren und gegenüber den Zentralstaaten, den ausseralpinen Gebieten und den Organisationen der europäischen Integration zu vertreten. Als jüngstes Beispiel für solche Aktionen lässt sich der an der Regierungschefkonferenz vom 27. Juni 1997 in Salzburg beschlossene Einsatz zu Gunsten der Realisierung der Eisenbahn-Alpentransversale durch den Gotthard anführen.

Die ARGE ALP ist wichtig für Graubünden. Sie erlaubt unserem Kanton jene Öffnung nach aussen, die heute im Kontext der nationalen Politik nur bedingt möglich
ist. Auch wenn die Kantone auf Grund der EU-Absenz der Schweiz in der ARGE ALP eine Sonderstellung einnehmen, sind sie dort Teil einer alpinen Interessengemeinschaft, die grenzüberschreitende Probleme angeht, Lösungsvorschläge unterbreitet und damit den Existenz- und Lebensraum Alpen in einem globalen Sinne versteht. Graubünden leistet mit seiner Mitgliedschaft in der ARGE ALP einen Beitrag zur Bildung eines regionalen Sachverstandes in alpenspezifischen Fragen und kann umgekehrt - in noch weit grösserem Masse - von der Erfahrung und Unterstützung der andern Mitgliedländer profitieren.

Auch bei einem kulturellen Akt wie der heutigen Ausstellungseröffnung kann der Integrationswert der ARGE ALP nicht genug betont werden. Die Arbeitsgemeinschaft fördert mit der ganzen Palette ihres Wirkens im kulturellen, wirtschaftlichen und sozialen Bereich das Bewusstsein gemeinsamer Verantwortung für den Alpenraum und hält die Mitglieder dazu an, die Zukunft dieses Alpenraumes als Partner zu gestalten.
Jahr: 1998
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